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SVP Aargau zur vorgezogenen Einführung von Zusatzlektionen an belasteten Schulen |
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Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 17:11 Uhr |
(svp) Zur vorgezogenen Einführung von Zusatzlektionen an belasteten Schulen äussert sich die SVP Aargau grundsätzlich positiv.
In der Vernehmlassung nimmt die SVP Aargau wie folgt Stellung:
«Grundsätzlich befürwortet die SVP die Einführung von Zusatzlektionen an belasteten Schulen und die vorgeschlagene Umsetzung.
Die Unterrichtung schwächer begabter sowie verhaltensgestörter Kinder und Jugendlicher stellt die Volksschule vor schwierige Herausforderungen. War früher die Zuteilung solcher Schüler in besondere Förder- und Kleinklassen die Regel, so wird heute der so genannt «integrative Unterricht» in vielen Gemeinden zur übergeordneten Zielsetzung erklärt.
Auf der Suche nach Kosteneinsparungen wurde die Idee des «integrativen Unterrichts» ziemlich überstürzt – ohne genügende pädagogische Abklärungen – aufgegriffen und umgesetzt. Schon heute kann dazu festgestellt werden: Die vom integrativen Unterricht erhofften grossen Kosteneinsparungen haben sich in Luft aufgelöst. Die zur Sonder- und Zusatzbetreuung der schwächeren und der verhaltensauffälligen Schüler notwendigen Heilpädagogen und anderen Zusatzkräfte (insbesondere die rasch anschwellende Zahl eingestellter Schulsozialarbeiter) werden die erhofften Einsparungen pulverisieren. Je komplizierter der Unterricht zu organisieren ist, desto teurer wird er ausfallen. Nicht die Bildung profitiert von diesen erhöhten Kosten – sie nähren allein den wachsenden bürokratischen Apparat rund um die Unterrichtserteilung.
Die Tatsache, dass genaue Zahlen zu den Kosten des integrativen Unterrichts bis heute fehlen, darf wohl so interpretiert werden, dass die vorausgesagten Einsparungen nicht Tatsache geworden sind.
Falls die Zusatzlektionen dazu dienen, das gescheiterte Experiment «integrativer Unterricht» am Leben zu erhalten und zusätzlich zu alimentieren, lehnen wir die Zusatzlektionen ab.»
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