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Handball Schweiz NLB: TV Möhlin - TSV Fortitudo Gossau: 24:24

(cs) Was für ein Saisonabschluss am Freitagabend vor Heimpublikum: Nach einer tollen ersten Halbzeit (11:10) und der entscheidenden Parade von Benjamin Blumer, Sekunden vor dem Abpfiff, trennten sich Möhlin und Gossau mit einem Unentschieden (24:24). 600 Zuschauer umjubelten ihren TV Möhlin. Der Handball-Abend stand auch im Zeichen von Trainer- und Spielerverabschiedungen.

Ein letztes Mal vor heimischem Publikum, der Familie, den Fans, den Sponsoren oder den Betreuern auflaufen, das war die Kulisse des 25. NLB-Meisterschaftsspiel im Steinli. Trainer Samir Sarac, sein Sohn Armin sowie Luca Halmagyi, Nicolas Wessner, Manuel Csebits und Dennis Grana, sie alle werden den TV Möhlin verlassen. Am kommenden Mittwochabend findet das letzte Auswärtsspiel gegen den Tabellenersten Kreuzlingen statt, dann ist die Saison 2021/22 für den TVM beendet.

 Der Handball-Abend stand auch im Zeichen von Trainer- und Spielerverabschiedungen. Foto: Michi MahrerStarke erste Halbzeit
Zehn Minuten blieben die Fürstenländer ohne Torerfolg, scheiterten sieben Mal an Keeper Benjamin Blumer. Manuel Csebits, Sebastian Kaiser und Jan Waldmeier brachten derweil Möhlin mit 4:0 nach vorne. Erst Andrin Schneider, 19-jährig, erzielte das erste Tor für die Gossauer, welche alles andere als optimal in die Partie gestartet waren. Auch das frühe Timeout brachte wenig Qualität und der TV Möhlin konnte seine Führung langsam aber stetig ausbauen. Verteilten sich die Torschützen bei den Gastgebern auf mehreren Schultern, übernahm bei Gossau Lukas Linde viel Verantwortung. Mit einem 4:0-Lauf, zuletzt vom Siebenmeter, führte er sein Team langsam heran (9:6/ 24.). Die Möhliner Offensive kam ins Stolpern, machte Fehler im Zuspiel oder verfehlte das Tor. So musste Samir Sarac die Auszeit nehmen und seine Spieler für die letzten fünf Minuten ermahnen. Die Torausbeute blieb mager, zudem provozierten die Gäste nun Strafen und Möhlin musste kurzzeitig in doppelter Unterzahl klarkommen. Bis zur Pause kam Gossau so auf einen Treffer heran.

Nicht mehr ganz so souverän, aber Duell auf Augenhöhe
Nach der Pause glichen die Ostschweizer aus und übernahmen kurzzeitig die Führung. Die Möhliner glichen durch Jonathan Ulmer per Siebenmeter aus (36.) und Maurice Meier erhöhte vom Kreis wieder auf ein Tor. Die Partie kippte trotzdem in Richtung der Gossauer, aber Möhlin blieb dran, machte nach dem Timeout die nötigen Treffer und glich durch Jan Waldmeier in der 52. Minute (19:19) erneut aus. Waldmeier machte nicht nur offensiv auf sich aufmerksam (5 Treffer), sondern half auch die Verteidigung zu stabilisieren. Ein verwandelter Siebenmeter von Ulmer und ein starkes Kreis-Tor von Dick Hylken und Möhlin blieb im Spiel. Viele Unterbrüche wegen Wischaktionen nahmen dann aber den Rhythmus aus der Partie, die aber nichts von ihrer Brisanz einbüsste. Die Gäste versuchten dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, allen voran: Regisseur und Torgarant Kevin Lind. Wären da nicht eine zupackende Abwehr und Benjamin Blumer oder Dennis Grana im Tor gestanden, welche regelmässig freie Würfe wegnahmen, die Gossauer wären davongezogen. Und Armin Sarac erzielte den nächsten wichtigen Treffer zum 23:23 nach der 58. Spielminute.

Rot für Manuel Csebits
Noch eine gute Minute war zu spielen, Armin Sarac glich zum 24:24 aus und Gossau beanspruchte sein Timeout. Dreissig Sekunden verblieben auf der Uhr. Kevin Lind scheiterte an Torhüter Dennis Grana und der Ball landete bei Csebits, welcher die klebrige Kugel umständlich bändigte. In den Augen des einen Schiedsrichters zu lange, er entschied auf Verhinderung eines formellen Wurfs, was mit einer roten Karte und mit einem Siebenmeter sanktioniert wird. Die Konsternation, aber auch die Enttäuschung über die harte Regelauslegung stand dem langjährigen Spieler ins Gesicht geschrieben. Zudem lag der Ausgang der Partie nun in den Händen des gegnerischen Penaltyschützen und des Möhliner Keepers. Lind trat erneut an und Benjamin Blumer ersetzte Grana im Tor. Und was Blumer heute einmal mehr zelebrierte, war einfach ganz grosse Klasse. Er entschärfte den Siebenmeter, riss die Zuschauer von den Sitzen und rettete mit seiner verrückten Parade das Unentschieden und einen weiteren verdienten Punkt für Möhlin.
Man gönnt es der Mannschaft und Manuel Csebits, dessen letztes Heimspiel dann doch noch mit Glücksgefühlen endet.

Bilder:
- Möhlin spielt gegen Gossau Unentschieden.
- Der Handball-Abend stand auch im Zeichen von Trainer- und Spielerverabschiedungen.
Fotos: Michi Mahrer
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