Ein Produkt der mobus 200px

Von Viktor Müller, Frick

Von Maximilian Reimann, ehem. National- und Ständerat, Gipf-Oberfrick

Von Jörg Bürgi, Laufenburg

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Aktienpreise versus Realwirtschaft
«Früher» versuchte man den Wert einer Aktie in Relation zu Gewinn oder Umsatz zu setzen, schliesslich ist der Wert (nicht der Preis) einer Firma davon abhängig, was sie in der realen Wirtschaft erarbeitet. Solche «altmodischen» Überlegungen haben scheinbar in den letzten 20 Jahren ihre Berechtigung verloren, die Bewertungen erreichten nie zuvor gekannte Höhen.
Die meistgehörte Begründung war, dass die Zentralbanken so viel Liquidität in die Märkte und die Zinsen damit auf Null drückten, dass die neuen höheren Bewertungen gerechtfertigt seien. Das würde erst ändern, wenn Inflation wieder auftaucht. Das ist jahrzehntelang nicht passiert, letztes Jahr dafür aber umso explosiver. Derzeit beträgt die Inflation in den USA extrem hohe 7%. Ein Niveau, das seit 40 Jahren nicht mehr gesehen wurde. Trotzdem haben die Märkte bisher nicht korrigiert.
Es bleibt noch das Argument, dass die Zinsen (trotz Inflation) ja immer noch tief seien. Doch wie lange noch? Den vorsichtigen Investoren gehen langsam die Argumente aus. Der Fondsmanager Sir John Templeton hat einmal gesagt: «The four most dangerous words in investing are: this time it’s different.» Ist es diesmal tatsächlich das erste Mal «anders»?

Inflation und Geldpolitik
Was sind die offiziellen Ziele der Zentralbanken? 1. Geldwertstabilität, 2. Vollbeschäftigung, 3. Systemstabilität.
Und wo stehen wir diesbezüglich? Bei der Geldwertstabilität steht die Ampel auf rot, die Geldentwertung schreitet so schnell voran wie letztmals in den 70er-Jahren. Bei der Vollbeschäftigung steht die Ampel bestenfalls auf Orange, wir sind in den USA mit einer
Arbeitslosenquote von 3,9% recht tief, weiterer Schub ist weder nötig noch sinnvoll. Und bei der Systemstabilität müssten die Ampellichter auf Dunkelrot stehen angesichts der noch nie gesehenen teuren Bewertungen im Vergleich zur Realwirtschaft sowohl von Aktien wie auch Immobilien und einem damit drohenden Crash oder zumindest viel geringeren künftigen Erträgen.
Nach traditionellen Massstäben und gemessen an den eigenen Zielen der Zentralbanken hätten diese also längst schon auf das Bremspedal treten müssen. Das lässt sich auch mit Modellen quantifizieren. Das berühmteste davon ist die so genannte Taylor-Rule. Nach dieser müsste die Federal Reserve Rate derzeit bei 5 bis 6% stehen, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Selbst ohne restriktiv, sondern einfach nicht mehr expansiv zu sein, läge gemäss Taylor-Rule der Zinssatz etwa bei 3%. Und wo stehen wir? Bei 0 bis 0,25%, eine solch extreme Abweichung hat es noch nie gegeben.
Die Zentralbanker scheinen in einem eigenartigen Gruppendenken gefangen und sind wesentlich in Verzug mit der Bekämpfung der Inflation. Mit einer solch waghalsigen Geldpolitik nehmen sie bewusst in Kauf, dass der Mittelstand massiv geschädigt wird. Die Fed hat immerhin angekündigt, dass sie ganz minim vom Gas gehen wird.
Uneinsichtig ist noch immer Frau Lagarde von der EZB, die nicht nur die Augen absichtlich verschliesst, sondern sich auch noch die Ohren zuhält, um die Geldmengenausweitung mit Vollgas fortzuführen. Doch die EZB schert sich nicht nur keinen Deut um ihre Ziele, sie schert sich auch keinen Deut um ihre Verbote. Mit ihren gigantischen Käufen von Staatsanleihen finanziert die EZB Staatsdefizite, was ihr eigentlich klar verboten ist.

Anlageimplikationen
Angesichts der überteuerten US-Aktienmärkte raten wir zu einem Aktien-Untergewicht, einem Ausweichen auf günstigere Aktienmärkte wie den Emerging Markets und Teilen in Europa und einem Gegengewicht in Rohstoffen inkl. Edelmetallen. Obligationen in CHF und EUR sind trotz leicht höheren Zinsen noch immer selten lohnenswert, im Gegenzug ist der Schweizer Franken Cash-Bestand trotz hoher Inflation sehr hoch.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Von Timo Rager, Herznach

Von Jürg Keller, Rheinfelden

Von Benno Brummer, Magden

Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Hoffnungen und Befürchtungen
Der Mensch besitzt die Fähigkeit, über sich selber, sein Schicksal und das Leben im Allgemeinen nachzudenken, Vorsätze zu fassen und Pläne zu schmieden. Wir tun dies besonders zum Jahreswechsel und blicken einerseits zurück auf das vergangene Jahr und drauf, was es uns gebracht hat. Wir ziehen Bilanz, wieweit wir unsere Ziele erreicht haben, was Unvorhergesehenes eingetreten ist, was gut und was belastend war. Andererseits machen wir uns verstärkt Gedanken über die Zukunft und stellen uns die Frage, was uns wohl im neuen Jahr erwarten mag. Dabei hegen wir sowohl Hoffnungen als auch Befürchtungen, was uns die Zukunft bringen möge.
Der Wunsch, einen Blick in die Zukunft werfen zu können, existiert wohl seit der Entwicklung zum homo sapiens, zum denkenden und wissenden Menschen und seit der Erkenntnis, dass wir nicht alles wissen können. «Ich weiss, dass ich nichts weiss», sagte schon Sokrates rund 400 Jahre v. Christus. Trotz oder gerade wegen dieser Erkenntnis suchen einige Menschen Antworten bei Horoskopen, Wahrsagern und Wahrsagerinnen, Propheten und Prophezeiungen, Tarot-Karten, Traumdeutungen, im Glauben an Omen, bei wissens- und heilsverkündenden Gemeinschaften und vielem mehr, um vermeintlich einen Blick auf die Zukunft erhalten zu können. Gerade in Zeiten von grossen Unsicherheiten und Krisen hatten/haben solche Angebote einen gros­sen Zulauf und viele verdienen mit der Angst der Menschen vor der Zukunft viel Geld.
Das Orakel von Delphi soll einst, gemäss griechischer Mythologie, auf die Frage nach der Zukunft verkündet haben: «Erkenne dich selbst» und hat seither viele Philosophen und Philosophinnen inspiriert und beschäftigt. Diese Selbsterkenntnis mag uns ja bewusst machen, dass wir viele Dinge im Leben durch Planung, Anstrengung, durch unsere Fähigkeiten und Tugenden erreichen können und dass es gut sei, sich Ziele zu setzen und darauf hinzuarbeiten. Wir erkennen aber dabei zugleich unsere Grenzen, weil uns vieles nicht gelingt und weil das Leben uns immer wieder auch mit Herausforderungen und Schicksalsschlägen konfrontiert, auf die wir keinen Einfluss haben. Es geschehen Unfälle, Krankheiten, Todesfälle, Überfälle, Katastrophen, Krisen, Attentate, Kriege, Seuchen und anderes Nichtvorhersehbares, das wir nicht beeinflussen können. Und so bleibt uns letztendlich doch nur das Bewusstsein, dass wir stets mit allem rechnen müssen.
Ob wir diesen Blick in die Zukunft nun eher mit Hoffnung wagen, also mit der Vorstellung eines positiven Ausgangs, oder eher mit Befürchtungen, dass es nicht so gut ausgeht, liegt allerdings bei uns selber: Unser Charakter, unsere Prägung, unsere persönliche Geschichte liefern uns die Grundlage, welche Sichtweise wir einnehmen können. Wenn ich in meiner Vergangenheit gelernt habe, dass ich auch in schwierigen Zeiten bestehen, Unterstützung finden, mir selber Gutes tun, mich anpassen kann, dass ich auch Krisen bestehen und überstehen kann, wird wohl die Hoffnung mich tragen können. Wenn ich allerdings denke, dass ich überfordert und allem Belastenden hilflos ausgeliefert bin ohne die Aussicht auf Besserung oder einen Ausweg, dann werde ich eher von Befürchtungen geplagt sein. Dennoch habe ich als Mensch auch die Wahl, welchen Gedankengängen ich den Vorrang geben möchte. Welche Sichtweise möchte ich haben: Das Glas ist halb leer oder halb voll?
Ich wünsche Ihnen allen zum neuen Jahr, dass Sie die Kraft zur Hoffnung haben, dass auch unvorhergesehen und unverhofft Gutes geschehen kann und dass Sie Zuversicht, Unterstützung, Mitgefühl, Trost, Respekt und Toleranz erfahren und auch anderen Menschen schenken können! Denn mit diesen menschlichen, zivilisierten Eigenschaften können wir alle aktiv einen persönlichen Beitrag leisten, um schwere Zeiten zu bewältigen!

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.oekberatung.ch

Von Herbert Lützelschwab, Zeiningen

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