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Ratgeber

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Europa in der Plan- wirtschafts(negativ)-Spirale
Auf jede Krise wird sofort mit massiven staatlichen Eingriffen reagiert. Dass all diese meist gut gemeinten Eingriffe aber auch starke Nebenwirkungen haben kann, wird oft vergessen oder bewusst in Kauf genommen, da man sie erst viel später spürt. Beispiel: Die extreme Solar- und Windkraftsubventionswelle in Deutschland vor wenigen Jahren ist aus meiner Sicht mitschuldig am heutigen Energieversorgungsdesaster. Selbst der Preis für grüne Wasserenergie war über eine längere Zeit so tief, dass neue Investitionen einfach völlig unrentabel waren. Wieso hat Frankreich heute so viele Kernkraftwerke in Revision? Es gab politisch und auch wirtschaftlich kaum Argumente, mehr als nötig zu investieren. Das rächt sich früher oder später immer. Natürlich konnte man nicht wissen, dass Erdgas so schnell zur Mangelware werden könnte. Aber die vor wenigen Jahren extrem tiefen Strompreise haben weder neue Investitionen (ausser subventionierte), noch übermässigen Unterhalt oder grosse Stromspar-übungen ausgelöst. Und nun zahlen wir die Zeche dafür.
Preisüberwacher kritisiert Bankgebühren
Die Margen der Banken hatten in der Negativzinsphase recht stark gelitten. Da wurde man kreativ und führte Gebühren ein, da gewisse Tätigkeiten sonst nicht kostendeckend seien. Ein Teil dieser Gebühren wird noch vom Preisüberwacher beanstandet. Gut so! Die Zinssituation hat sich in den letzten Monaten massiv verändert. Ich bin gespannt (aber nicht hoffnungsvoll…), ob die Banken den Spesendschungel nun wieder zu roden beginnen.
Der Kunde ist nicht mehr König – ausufernde Bürokratie
Kürzlich erlebt: Eine schriftliche Vollmacht eines Kunden zur Abklärung von offenen Steuerfragen wurde von seiner Bank nicht akzeptiert. Das sei nur auf ihrem offiziellen Formular möglich. Formalitäten sind wichtiger als ein Kundenwusch: Wir haben es schon weit gebracht, und die Tendenz ist erschreckend!
Zur Rose zum Zweiten
Nur zwei Wochen nach meinem Artikel hat zur Rose eine Aktienkapitalerhöhung durchgeführt und die Ausgabe einer Wandelobligation bekannt gegeben. Vor allem die Aktienausgabe war zu sehr tiefen Konditionen, was den Druck auf die Aktien verstärkt hat. Die von mir empfohlene kürzere Obliga-
tion sollte durch diese Kapitaltransaktionen gestärkt hervorgehen und die Rückzahlung sollte mit grösserer Wahrscheinlichkeit möglich sein.

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oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Darmgeschichten 2: Darmstark
Mit der aktuellen Darmkampagne namens DARMSTARK, die gerade in allen teilnehmenden Apotheken stattfindet, wird der Wichtigkeit dieses Organes Rechnung getragen. Sie finden in Ihrer Apotheke interessante Kurzinformationen über dieses Thema, können an einem Wettbewerb teilnehmen und haben vom 16. bis 20. September die Möglichkeit in Aarau, Baden, Bremgarten oder (ganz in der Nähe) in Rheinfelden die Ausstellung «Eine Reise durch den Verdauungstrakt» zu besuchen. Die Internet-Adresse www.darm-stark.ch hat alle wichtigen Informationen zu dieser Kampagne zusammengefasst. Auch wir finden dieses Thema extrem spannend und führen daher unsere Ratgeber-Reihe mit folgender «Beginner-Frage» weiter:
«Sitze ich richtig auf dem Klo?»
Das war eine der ersten rhetorischen Fragen von Giulia Enders. Die Antwort war recht einfach: «Es kommt darauf an». Unser Darm verschliesst sich normalerweise «dicht». Daran sind drei Muskeln beteiligt:
- Ein innerer glatter Muskel (M. sphinkter ani internus), der unserem Willen nicht zugänglich ist
- Ein äusserer, quergestreifter Schliessmuskel (M. sphinkter ani externus), er ist trainierbar (bspw. Topftraining der Kleinkinder)
- Der Muskulus puborectalis, der zur Beckenbodenmuskulatur gehört. Beim aktiven Zusammenklemmen des Schliessmuskels verstärkt er die Krümmung (siehe unten) und unterstützt damit das Dichtsein.
Dieser letztgenannte Muskel zieht wie eine Schlinge von vorne um den Mastdarm. Solange wir aufrecht sind verschliesst er recht zuverlässig. Er erfüllt damit eine wichtige Funktion. Wenn er verletzt ist, kann eine Unfähigkeit den Darminhalt zurückzuhalten entstehen, also eine Stuhl-Inkontinenz.
Ein weiterer Verschlussmechanismus stellen die Schwellkörper im Bereich des Analkanals dar. Sie werden mit arteriellem Blut gefüllt und dichten zusätzlich ab. Von Hämorrhoiden spricht man dann, wenn diese krankhaft vergrössert sind.
Giulia Enders geht auf diese oben erwähnte Schlinge ein und beschreibt auch, wie sie «gelockert» wird. Sie schreibt wörtlich: «Der Oberkörper wird leicht nach vorne gebeugt, und die Füsse werden auf einen kleinen Hocker gestellt – et voilà: alles im richtigen Winkel!» Ihre Erklärung ist durch die Wissenschaft bestätigt. Sie beschreibt dabei die Befunde japanischer Wissenschaftler, die Probanden mit leuchtenden Substanzen «gefüttert» und die Vorgänge während des grossen Geschäfts, in verschiedenen Positionen, geröntgt haben. Dabei hat sich gezeigt, dass in der Hocke der Darmkanal gerade wird und ohne Anstrengung der Darm entleert werden kann.
Die Hockstellung ist die natürliche Entleerungs-Methode und war bis vor der Erfindung des «Thrones» beziehungsweise des in der westlichen Welt verbreiteten Klos weltweit gang und gäbe.
Übrigens sind in den Ländern, die keine solche «westliche» Kloschlüssel benutzen, die Erkrankungen wie Hämorrhoiden, Divertikulose oder auch nur Verstopfung deutlich seltener. Es besteht also ein logischer Zusammenhang zwischen der Stuhlgang-Methode und Auftreten von Erkrankungen in diesem Bereich. Das ist sicher nicht der einzige Zusammenhang; die Ernährung, um einen weiteren Punkt anzusprechen, spielt ebenfalls eine Rolle.
Probieren Sie daher ein «Kack-Schemelchen», um die Füsse darauf zu stellen, aus. Die meisten Familien mit kleinen Kindern haben es bereits, sie benutzen es, um das Waschbecken zu erreichen.
In weiteren folgenden Ratgebern werden wir auf weitere Funktionen und vor allem auf die so wichtigen und nützlichen Darmbewohner eingehen.

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Ihr Team der Vinzenz Apotheke
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Für Fragen sind wir immer für Sie da.

Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Die Geldpolitik der SNB im Vergleich mit anderen Zentralbanken
Bis vor einem Jahr haben alle wichtigen Zentralbanken der westlichen Industrieländer eine ultraexpansive Geldpolitik betrieben. Die SNB war mit gewissen unorthodoxen Massnahmen gar führend. Sie hat die Zinsen schon recht früh in den negativen Bereich gesenkt und bei der Ausweitung der Bilanzsumme liegt sie gemessen an der Wirtschaftsleistung der Schweiz gar an der Weltspitze. Die Bilanzsumme der SNB lag Anfang 2022 bei über 140% vom GDP (zum Vergleich die EZB liegt da bei 75%, die FED bei 37%, einzig die BOJ liegt in einer vergleichbaren Grössenordnung von 133%).
Dieses massive Drucken von Liquidität in die Märkte war mehr als unorthodox. Bis in die Jahre vor der Finanzkrise war die Bilanzsumme der SNB vergleichsweise stabil, seither ist ie richtiggehend explodiert, um Faktor 10! Die Begründung für diese ultraexpansive Geldpolitik war eine etwas andere als bei den anderen Zentralbanken. Die SNB wollte mit ihrer ultraexpansiven Geldpolitik eine allzu schnelle Aufwertung des Schweizer Frankens (und damit grössere Probleme für die Exportindustrie) verhindern.
Inflation auf gefährliche Niveaus angestiegen
Bekanntlich steigt seit mehr als einem Jahr weltweit die Inflation massiv an und erreicht Niveaus wie in den letzten 40 Jahren nicht mehr. Aktuell legen die Konsumentenpreisindizes in den USA um +8.5% und im Euroraum um +9.1% gegenüber dem Vorjahr zu. In der Schweiz liegen die Zahlen mit +3.5% zum Glück noch deutlich tiefer, aber auch hier wird das Inflationsziel der SNB (0-2%) deutlich überschossen.
Nebst der massiven Geldmengenausweitung haben sicher auch die Corona-Pandemie bzw. -Massnahmen sowie der Ukraine-Krieg und Russland-Sanktionen eine wichtige Rolle dabei gespielt. Bottom Line bleibt aber die Aussage: Die Inflation hat auch bei uns das Zielband klar überschritten. Aus Sicht der Preisstabilität ist die Zeit für ausserordentlich expansive und unorthodoxe Massnahmen wie massiv aufgeblähte Bilanzsumme oder Negativzinsen vorbei und eine Abkehr von diesen Krisenmassnahmen ist nicht nur angesagt, sondern überfällig.
SNB erhöht Zinsen
Die SNB hat im Juni reagiert und mit einer ersten Zinserhöhung seit 15 Jahren eine Abkehr von der ultraexpansiven Geldpolitik signalisiert. Der Franken hat sich seither gegenüber dem Euro noch etwas weiter aufgewertet, was natürlich hilft, die Inflation etwas zu dämpfen.
Abbau der Fremdwährungsbestände?
Versucht die SNB auch die unorthodoxe Krisenmassnahme der Bilanzsummenausweitung rückgängig zu machen und damit den Teuerungsschub zu bekämpfen? Gemäss einem Währungsstrategen der Bank of America gäbe es Anhaltspunkte dafür. Offizielles von der SNB gibt es hierzu allerdings noch nicht.
Mit einer Reduktion der Bilanzsumme würden zwei Ziele erreicht: Zum einen würde die Inflation stärker bekämpft und zum anderen wird damit das in der aufgeblähten Bilanz schlummernde Risiko (tiefer Eigenkapitalanteil, Verlust der geldpolitischen Handlungsfähigkeit bei negativem Eigenkapital) reduziert. Es spräche also recht viel dafür, auch dieses Problem in Angriff zu nehmen.
Nutzt die SNB das glückliche Ausstiegsfenster?
Die Anlagepolitik der SNB ist dem Ziel der Geldwertstabilität untergeordnet. Ich bin aber sicher, dass sich die SNB (trotz der Unterordnung) auch anlagepolitische Überlegungen macht. Dass derzeit nicht unbedingt Euro oder Yen Anlagen forciert verkauft werden, kann ich nachvollziehen. Wo es aber derzeit ein «glückliches» Ausstiegsfenster gibt, ist bei den US-Dollar-Anlagen. Der USD hat sich gegenüber dem Franken vergleichsweise stark gezeigt und auch die US-Aktien dürften (trotz dem Rückgang im 1. Halbjahr 2022) mehrheitlich gegenüber dem Einstand im Plus liegen. Die SNB könnte also nebst dem prioritären Ziel
Inflationsbekämpfung gleichzeitig auch nachgelagerte Ziele mit einer Reduktion von US-Aktien erreichen. Es bleibt zu hoffen, dass die SNB dieses glückliche Ausstiegsfenster nicht
verpasst.

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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Neue Finanzierung für Psychotherapie
Psychische Störungen zählen weltweit zu den häufigsten und am meisten einschränkenden Krankheiten. Dazu zählen zum Beispiel Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen, Folgestörungen von Traumatisierungen, somatoforme Störungen und Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. Für diese stellt insbesondere die Psychotherapie eine anerkannte und wissenschaftlich unbestrittene Therapieform dar.
Bisherige Regelung
Bisher wurden Psychotherapien nur dann von der Grundversicherung übernommen, wenn sie von einem Psychiater oder einer Psychiaterin durchgeführt wurden. Psychotherapien von Psychologen und Psychologinnen konnten lediglich zuhanden der obligatorischen Krankenpflegeversicherung OKP – der Grundversicherung – abgerechnet werden, wenn sie delegiert und unter Aufsicht von dazu berechtigten Ärzten und Ärztinnen in ihren Räumlichkeiten erbracht wurden.
Psychologische Psychotherapeuten und -therapeutinnen erbringen allerdings auch auf Beratungsstellen und in eigenen Praxen dieselben Leistungen wie in der ärztlichen oder delegierten Psychotherapie, jedoch mussten sie von Patienten und Patientinnen selbst bezahlt werden oder wurden via Zusatzversicherungen nur teilweise vergütet.
Neu: das Anordnungsmodell
Seit dem 1. Juli 2022 ist eine Neuregelung der psychologischen Psychotherapie im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung schweizweit in Kraft getreten: das sogenannte Anordnungsmodell. Dadurch können anerkannte psychologische Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen die Behandlung von psychischen Erkrankungen neu via die Krankenkassen-Grundversicherung verrechnen. Voraussetzung dafür ist, dass die psychologischen Therapeutinnen und Therapeuten über eine kantonale Bewilligung zur Berufsausübung gemäss Psychologiegesetz verfügen. Die psychologische Psychotherapie muss vorgängig von einem Hausarzt, einer Hausärztin oder einem Psychiater, einer Psychiaterin verordnet werden, analog einer Verordnung zu einer Physiotherapie.
Diese Verordnung ermöglicht dann vorerst 15 psychotherapeutische Sitzungen. Nach Rücksprache zwischen Zuweiser/in und Psychotherapeut/in sind weitere 15 Sitzungen möglich. Sollte die Psychotherapie nach diesen 30 Sitzungen erneut verlängert werden müssen, benötigt es einen ausführlichen schriftlichen Bericht zur Situation des Patienten oder der Patientin. Dieser Bericht wird von einem unabhängigen Psychiater, einer unabhängigen Psychiaterin beurteilt und die Krankenkassen erteilen dann aufgrund deren Einschätzung eine Kostengutsprache für die Fortführung der Psychotherapie.
Selbstzahlend bleiben
Eine Psychotherapie kann auch als selbstzahlende Person weitergeführt oder begonnen werden. Dies kann je nach Franchise und unter Berücksichtigung des Selbstbehaltes sinnvoll sein oder wenn Sie nicht wünschen, dass der Arzt oder die Krankenkasse von Ihrer Therapie erfahren. Allenfalls ist auch zu berücksichtigen, dass eine Lebensversicherung, die Sie zu einem späteren Zeitpunkt abschliessen möchten, Vorbehalte machen könnte, wenn sie von einer absolvierten Psychotherapie erfährt.
Von der Grundversicherung nicht vergütet werden so oder so psychologische Behandlungen und Beratungen, welche zum Zwecke der Selbsterfahrung, Selbstverwirklichung oder der Persönlichkeitsreifung dienen.
Bedauerlicherweise werden auch Paartherapien und Eheberatungen nicht bezahlt, wenn sie nicht im direkten Zusammenhang mit einer Krankheit durchgeführt werden, obwohl psychische Probleme in der Beziehung zu schweren psychischen Belastungen und Krisen führen können.
Selbstverständlich können und müssen deshalb diese Angebote und Beratungen weitergeführt werden, da sie letztlich der Gesundheit der Bevölkerung dienen. Umso wichtiger sind und bleiben da Beratungsstellen, welche staatlich und/oder kirchlich unterstützt werden, damit Familien und Paaren in psychischer Not fachlich kompetent und für alle erschwinglich geholfen werden kann..

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.oekberatung.ch

ass. iur. Aysel Mermer
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Ausländisches Scheidungsurteil und Pensionskassenguthaben in der Schweiz
Sie haben sich im Ausland scheiden lassen. Ihr Partner hat in der Schweiz gearbeitet und in seine Pensionskasse eingezahlt. – Was müssen Sie nun unternehmen, um an den Ihnen zustehenden Teil dieses Pensionskassenguthabens zu gelangen?
Ein in Deutschland ergangenes Scheidungsurteil enthält beispielsweise keine Regelung zum Vorsorgeausgleich in der Schweiz, da das Versorgungsanrecht, das bei einem Schweizer Versorgungsträger erworben wurde, nach deutschem Versorgungsausgleichsgesetz nicht ausgleichsreif ist. Dies hängt damit zusammen, dass der Versorgungsträger in der Schweiz nicht der deutschen Gesetzgebung, sondern der schweizerischen Gesetzgebung unterliegt. Was müssen Sie nun tun, um an den Ihnen zustehenden Teil dieses Pensionskassenguthabens in der Schweiz zu kommen?
Die berufliche Vorsorge hat den Zweck, dass man als Arbeitnehmer zusammen mit dem Arbeitgeber einen Beitrag auf sein persönliches Konto einzahlt, welches bei einer Pensionskasse angelegt ist. Der Pensionskasse ist man über den Arbeitgeber angeschlossen. Die berufliche Vorsorge bildet die zweite Säule des schweizerischen Drei-Säulen-Prinzips: Die erste Säule ist hingegen die staatliche und die dritte die private Vorsorge. Diese vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber eingezahlten Beiträge haben den Zweck, dass man den gewohnten Lebensstandard auf diese Weise im späteren Alter aufrechterhalten kann.
Im Falle einer Scheidung sieht der Schweizer Gesetzgeber vor, dass die aus der beruflichen Vorsorge während der Ehe erworbenen Ansprüche zwischen den Eheleuten hälftig zu teilen sind. Die Durchführung der Teilung des Pensionskassenguthabens erfolgt durch die Pensionskassen. Hierfür genügt die Vorlage des ausländischen Scheidungsurteils jedoch nicht, da hierin keine Regelung zum Vorsorgeausgleich in der Schweiz ergeht. Daher ist es notwendig, dass ein Schweizer Gericht über die Aufteilung der Pensionskassenguthaben in der Schweiz entscheidet. Hierfür müssen Sie beim zuständigen Gericht eine Klage auf Abänderung des ausländischen Scheidungsurteils im Vorsorgepunkt einreichen.
In einem ersten Schritt ist die Pen­sionskasse durch Vorlage des ausländischen Scheidungsurteils auf die rechtskräftige Scheidung im Ausland aufmerksam zu machen. Dies ist aus einem ganz besonderen Grund wichtig: Der Ex-Partner kann sich in den gesetzlich abschliessend geregelten Fällen das Guthaben in der Pensionskasse vollständig auszahlen lassen, was zur Folge hätte, dass es nichts mehr zum Aufteilen gibt. Anschliessend wird von der Pensionskasse schriftlich eine Bescheinigung über die Höhe des während der Ehe angesammelten Guthabens der beruflichen Vorsorge angefordert. Mit dieser Bescheinigung reichen Sie beim zuständigen Gericht eine Klage auf Abänderung des ausländischen Scheidungsurteils betreffend Vorsorgeausgleich ein. Welches Gericht im konkreten Falle aufzusuchen ist, hängt von mehreren Faktoren ab.
Wenn Sie sich mit der beschriebenen Situation konfrontiert sehen und anwaltliche Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne an unser Team wenden.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Inflation – wie soll man sich verhalten?
Nach rund 25 Jahren mit wenig oder keiner Teuerung ist es nicht ganz einfach, sich auf die neue Situation einzustellen. Einfach hoffen, dass das alles nur temporär ist und in Kürze wieder verschwindet, ist zu einfach und eher unrealistisch. Umgekehrt höre ich nun plötzlich Stimmen, dass dies alles nur der Anfang sei und die Preise richtig explodieren würden. Auch das ist möglich, für mich aber eher unwahrscheinlich. Ich hoffe, dass die Zentralbanken die immense Geldflut eindämmen und die Zeit des Gratisgeldes beenden werden und somit die Inflation nicht entgleitet. Solche Signale sieht man in den USA und auch in der Schweiz. Die Europäische Zentralbank ist da noch sehr zaghaft. Was passieren kann, wenn man die Infla­tion nicht rasch bekämpft, das haben als Beispiel viele Türken in den letzten zwei Jahren leider erleben müssen. Rund 80 Prozent Geldentwertung in zwei Jahren lässt den Mittelstand verarmen, ich würde das sogar «enteignen» nennen. Ich will keine Angst machen. Bei unseren gut 3 Prozent Teuerung würde das viel, viel länger gehen. Es ist kaum mehr die Zeit, sein Geld komplett unter der Matratze zu verstecken oder auf dem Konto zinslos liegen zu lassen. Immer genügend Liquidität zu halten, bleibt wichtig. Darüber hinaus, sollte man einen guten Mix zwischen Sach- und Nominalwerten finden. Komplett schützen kann man sich nie, aber so sollte man auch in schwierigeren Zeiten keine allzu grossen Probleme bekommen. Eine extreme Positionierung würde ich aber auch in dieser Situation nicht machen, denn es kommt oft anders, als man denkt...

Zur Rose unter Druck
Die Versandapotheke zur Rose hat ein immenses Wachstum hinter sich. Lange kannte auch der Aktienkurs nur eine Richtung. Der Himmel schien das Ziel. Seit rund einem Jahr geht es nun steil nach unten. Nach Kursen über
Fr. 500.– sehen wir den Preis aktuell zwischen Fr. 60.– und Fr. 65.– pro Aktie. Das forsche Wachstum war nicht gratis und die Firma schreibt nach wie vor grosse Verluste. Die Geschäftsidee ist sicherlich zukünftig sehr interessant. Zu schnelles Wachstum ist aber nie risikolos. Risikofreudige Anleger können die Aktie als kleine Beimischung aber wieder anschauen. Etwas weniger Risiko bergen die Obligationen, welche teilweise auf Verfall stolze 6 bis 8 % rentieren. Ein Konkurs ist nie auszuschliessen, für mich hier aber eher unwahrscheinlich.


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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Darmgeschichten: Dehydratation
Es ist heiss. Es ist Sommer mit der üblichen Magendarm-Grippewelle. Darum schreiben wir jetzt diesen Ratgeber über das «Austrocknen». Wir nehmen die für den Körper nötige Menge Flüssigkeit hauptsächlich über das Trinken auf. Verlieren, beziehungsweise Abgeben, geschieht über verschiedene Wege:
- Stuhlgang (viel bei Durchfall);
- Lunge (die Atemluft ist feucht);
- Nieren (über den Urin, die Farbe gibt Anhaltspunkte über den Flüssigkeitshaushalt);
- Haut (Schwitzen, zurzeit viel und auch besonders beim Sport);
- Stillen (die Muttermilch enthält ebenfalls viel Wasser);
- Erbrechen;
- Verbrennungen.
Wenn wir Fieber haben und oder Erbrechen, bei «starken» körperlichen Anstrengungen, beim Stillen oder wenn Medikamente zur Entwässerung eingenommen werden, kann die Situation eintreten, dass es zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust kommt. Wenn dann die verlorene Flüssigkeitsmenge nicht entsprechend ersetzt wird, führt das zu einer Dehydratation mit folgenden Symptomen:
- Durst (leider fehlt er oft bei älteren Menschen, sie müssen besonders aufpassen, dass sie genügend trinken. Wir empfehlen immer ein Gefäss mit einer bestimmten Menge Getränk an einem Ort zu stellen, an dem man genügend oft vorbeikommt und regelmässig eine bestimmte Menge zu trinken. Bis am Mittag oder Abend muss das Gefäss dann leer sein, und man weiss, dass man diese Menge getrunken hat!);
- Mundtrockenheit mit allgemein trockenen Schleimhäuten;
- Dunkler Urin, seltene Harnentleerung, bei Säuglingen und Kleinkindern sind das trockne Windeln;
- Schwindel, Kopfschmerzen (darum empfehlen wir bei Kopfweh immer zuerst ein grosse Glas Wasser zu trinken);
- Müdigkeit, Schwäche;
- Bei heftigerem Mangel füllen sich die Blutgefässe nach Druck nur wieder langsam und eine gezogene Hautfalte auf dem Handrücken geht nur langsam zurück. Weitere Symptome sind dann: tiefer Blutdruck; Verwirrtheit und oder sogar zentrale Störungen, keine Tränen, Gewichtsabnahme, eingefallene Augen.
Besonders gefährdete Gruppen sind Säuglinge, Kinder, ältere Erwachsene, Sporttreibende und Menschen mit Vorerkrankungen! Die chronische Minderversorgung mit Flüssigkeit, die oft bei älteren Menschen besteht und von ihnen nicht wahrgenommen wird, kann in diesen heissen Sommern schnell zu einer bedrohlichen Situation führen mit Schock, kardiovaskuläre Störungen, Krämpfen und Nierenerkrankungen. Das kann lebensbedrohend sein! (Es wurde in den Medien von einem Urlauber berichtet, der auf seinem Liegestuhl tot aufgefunden wurde).
Säuglinge und Kleinkinder leiden speziell nach Erbrechen und Durchfall an einer «Austrocknung». Manchmal verweigern sie gleichzeitig Essen und Trinken, was dann zu den folgenden Symptomen führt: graue Hautfarbe, schnelle Atmung, die Augäpfel und die Fontanelle sind eingefallen, Unruhe, Müdigkeit bis zu Apathie, Lethargie und Bewusstlosigkeit. Bei einem Gewichtsverlust von 5% spricht man von einer leichten Dehydratation, bei 10% von einer deutlichen und bei 10-15% von einer schweren. Ältere Kinder sind weniger gefährdet, sie reagieren weniger sensibel auf den Flüssigkeitsverlust.
Behandlung:
TRINKEN: eine leichte/mittlere Dehydratation kann mit oralen Rehydratationslösungen aufgefangen werden. (Präparate dazu gibt es in den Apotheken und Drogerien.) Ein Rezept zum Selbermachen haben wir im Ratgeber «Durchfall» beschrieben.
INFUSIONEN: notwendig bei schweren Verläufen, und nur von Fachpersonen verabreicht. Dabei wird das fehlende Wasser mit den nötigen Elektrolyten intravenös gegeben.
Vorbeugung: TRINKEN
Welche Mengen werden als vernünftig angegeben? Prinzipiell ist das individuell und durch den Verlust bedingt. Ein sporttreibender junger Mensch braucht deutlich mehr.
Das Standardmass von zwei Litern täglich erscheint mir vernünftig zu sein. Denken Sie daran, dass auch Früchte und Gemüse Wasser enthalten. Eine Zwischenmahlzeit damit unterstützt den Wasserhaushalt.
Geniessen Sie die schönen Tage, trinken Sie genug und vor allem:
Bleiben Sie gesund!
Ihr Team der Vinzenz Apotheke
Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Foto: zVg

Romeo und Julia – alte Liebe entrosten (Folge 2)
Alte Liebe rostet nicht. Das ist einfach gesagt. Romeo trifft auf Julia. Am Anfang ist alles aufregend, schön, neu. Es gibt viel zu entdecken am neuen Gegenüber. Man verabredet sich voller Spannung. Alles lässt der Romeo für seine Julia stehen und liegen. Sie interessiert sich aktiv für ihn, er zeigt sich von seiner besten Seite.
Leider hören Liebesgeschichten meist genau an dieser Stelle auf. Dann, wenn es darum geht, wie man es anstellen kann, dass die Beziehung wertschätzend, liebevoll und spannend bleibt.
20 Jahre später. Sie haben sich noch lieb, alles ist gut eingespielt und es funktioniert. Die Tage zusammen zu teilen, ist selbstverständlich geworden. Vielleicht harzt es plötzlich am Respekt, am gesunden Abstand, der Humor geht verloren. Das Negative bekommt mehr Gewicht und die beiden vergessen, was sie aneinander haben.
In einem früheren Ratgeber habe ich über die «Liebeszeiten» geschrieben, eine schöne Massnahme, Beziehung zu pflegen. Weniger zeitintensiv, aber genauso hilfreich kann das regelmässige positive Gespräch sein.
Reden
Man redet im Alltag viel zusammen. Meist geht es um Organisatorisches: Wer macht wann was wo, wer übernimmt welche Alltagsaufgaben. Oft vergessen Paare dabei, über sich und über die Beziehung zu reden. Die Kommunikation bleibt an äusserlichen Kleinigkeiten hängen, Misstöne entstehen. Spätestens dann ist es Zeit, wieder mal richtig zusammen zu reden.
Verabreden sie sich. Abwechslungsweise wird das Gespräch eingefädelt, es wird ein ruhiger Ort bestimmt, an dem ein ruhiges persönliches Gespräch möglich ist. Vielleicht ist das bei einer Tasse Kaffee auswärts oder auf einem Baumstamm im Wald?
Die Vereinbarung
• 1 mal in der Woche verabreden wir uns zum Reden
• Ich erzähle dir von mir und du erzählst mir von dir
• Während ich spreche, hörst du nur zu, sagst nichts. Während du sprichst, höre ich still zu
• Wenn jeder sich «ausgesprochen» hat, reden wir zusammen
Erste Fragen können dabei sein
• Wie geht es mir jetzt?
• Was war speziell schön in der vergangenen Woche?
• Was gab Distanz zwischen uns?
• Wann hab ich mich dir nah gefühlt?
• Wofür möchte ich dir danke sagen?
Gehen Sie dabei nicht nach meiner Liste, bleiben sie locker und in wohlwollender Haltung. Versuchen Sie, nicht zu lange über Oberflächliches zu reden, sondern offen anzusprechen, was Sie wirklich beschäftigt. Anschuldigungen, Erwartungen und Aufforderungen sollten auf jeden Fall ausgelassen werden. Besser für ein gutes Gespräch sind positive Rückmeldungen und Fragen, wenn man am Partner etwas nicht versteht. Wer am Gegenüber die guten Seiten stärkt, stärkt auch die Beziehung und damit natürlich auch sich selber. Wer dem Gegenüber zuhört und die schönen wie auch die schwierigen Dinge offenlegt, kann mögliche Schwierigkeiten aufdecken und eine Lösung finden.
Wer diese Übung über eine längere Zeit macht, wird merken, dass die Umgangsformen auch ausserhalb des Gesprächs liebevoller werden. Oder vielleicht auch, dass das Gegenüber allenfalls kein Romeo oder keine Julia ist.
Danke an dieser Stelle an meine Ratgeber-Kolleginnen Cora Burgdorfer, welche den Ratgeber «Sex für Fortgeschrittene» veröffentlicht hat, sowie Margrit Schmidlin, die erst gerade über «heilsame Berührungen» schrieb.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Gegenüber spannende Erfahrungen und viel Liebe. Auf dass alte Liebe nicht rosten möge!

Begleitung für Paare / Fragen:
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Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
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EZB erhöht Zinsen auf 0%
Ich habe im letzten Ratgeber die EZB kritisiert, dass sie die schon längst explodierende Inflation zu spät und nur in homöopathischen Dosen bekämpft und damit ihr Hauptmandat «Geldwertstabilität» nicht nur vernachlässigt, sondern massiv verletzt. Vergangenen Donnerstag nun hat die EZB endlich reagiert und die Zinsen erhöht. Die in geldpolitischen Belangen eher zurückhaltende NZZ schreibt dazu: «Keine Währungsbehörde hat so zögerlich auf die Inflation reagiert wie die EZB... Am Donnerstag hat aber endlich auch die EZB jenen Schritt getan, den sie seit Monaten hätte tun sollen, sie hat die geldpolitische Straffung gestartet».
Das vor einem Monat von der EZB vorangekündigte Minischrittchen von 0,25% wurde immerhin verdoppelt, die EZB erhöhte ihren Einlagesatz um 0,5%. Reicht der neue Einlagesatz von 0%, um die Inflation glaubwürdig zu bekämpfen? Zur Erinnerung: Das selbsternannte Ziel der EZB bezüglich Inflation liegt bei 2%, aktuell liegt die Inflation im Euroraum bei 8,6%.
Natürlich hat der Ukraine-Krieg mit steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen zur Inflation beigetragen. Dies als Hauptgrund für die explodierende Inflation zu bezeichnen, wäre aber eine beschämende Ausrede. Zum einen ist die Inflation schon vor einem knappen Jahr über das eigene EZB-Ziel von 2% angestiegen und betrug bspw. im November 2021 schon 4,9%.
Zum anderen steht die Inflation auch unter Ausklammerung von Energie und Nahrungsmitteln aktuell bei viel zu hohen 4,6%. Putin als Sündenbock vorzuschieben, mag zwar bequem sein, wäre aber beim Thema Inflation völlig verfehlt. Um ihre «beschädigte Glaubwürdigkeit» (Zitat NZZ) wieder herzustellen, müsste die EZB noch wesentlich mehr tun und nicht erst im November.

Wo stehen die Aktienmärkte?
Die Aktienmärkte haben dieses Jahr bekanntlich substanziell korrigiert. Am Donnerstag hat der S&P500 immerhin wieder einen Stand von knapp 4000 erreicht. Seit Jahresanfang entspricht das einem Minus von -16%, seit dem Intraday-Tiefststand Mitte Juni bei etwa 3640 aber einem Plus von knapp +10%.
Wir erachten die aktuellen Anstiege als temporäre Gegenbewegung in einem Bärenmarkt und bleiben weiterhin vorsichtig. Die Bewertung des US-Aktienmarkts ist trotz der Kursverluste nicht mal ansatzweise in der Nähe von günstig. Zudem gehen wir davon aus, dass die Gewinnerwartungen der Analysten noch zu optimistisch sind. Warum? Die Gewinnmargen der Firmen stehen auf Rekordniveaus, sie wurden durch die riesigen Staatsdefizite und Corona-Stützungsmassnahmen aufgeblasen. Dieser Rückenwind wird in den folgenden Quartalen abnehmen und so vermutlich auch die Gewinnmargen.

VW
Gleichzeitig erscheinen heute mehr Einzelaktien interessant als vor einem Jahr. Das hat damit zu tun, dass einzelne Aktien richtiggehend kollabiert sind und dort viel mehr heisse Luft abgelassen wurde als im Gesamtmarkt. Aber auch die Unsicherheiten sind viel grösser. Beispiel VW: Der Kurs hat recht stark unter dem Ukraine-Krieg gelitten, VW hat Zulieferfabriken in Ukraine. VW scheint – trotz der noch immer recht teuren Aktienmärkte – sehr günstig. Die Analysten erwarten ein Kursgewinnverhältnis für 2022 von 4x. Selbst wenn die Gewinnprognosen um den Faktor 2 zu hoch wären, wäre die Bewertung noch immer im einstelligen Bereich und damit sehr günstig. Wir können uns zwar vorstellen, dass die Zulieferprobleme und auch höhere Inputkosten den Gewinn im 2022 stark beeinträchtigen. Das dürfte aber temporär sein, über drei, vier Jahre hinweg gehen wir von Gewinnen in ähnlicher Grössenordnung aus. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich, dass sich der Kurs längerfristig sehr positiv entwickeln dürfte. Aktuell steht der Kurs der Vorzugsaktie etwa bei 135 Euro.

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Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
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«Schwierige» Gefühle bei Kindern
Die meisten Eltern wünschen sich zufriedene und glückliche Kinder und sind auch bereit sehr viel dafür zu tun. Sie möchten, dass die Kinder harmonisch, fröhlich, nett und anständig sind und wundern sich, dass der Alltag mit ihnen oft von ganz anderen Gefühlen geprägt ist. Die Vielfalt von «schwierigen» Gefühlen ist gross: Wut, Ärger, Trauer, Langeweile, Unruhe. Auch wir Erwachsenen kennen diese unangenehmen Zustände und hätten sie gerne schnell wieder los. Wir versuchen die Kinder abzulenken, sie zu trösten oder zurechtzuweisen, damit sie in einen anderen Gefühlsmodus wechseln können. Nicht selten wird dabei heute der «Instant-Beruhiger» eingesetzt: das Handy. Schon Kleinkindern wird beim Einkauf im Laden das Handy in die Hand gedrückt, damit es keinen Ärger gibt. Kaum ein Kind kann eine Zugreise überstehen, ohne ein «You-Tube» Filmchen gesehen zu haben, aus Angst, das Kind könnte auffällig werden oder stören. Dabei geht den Kindern eine wichtige Erfahrung verloren: sich selbst beruhigen zu lernen. Eltern signalisieren ihren Kindern, dass Gefühle, wie z.B. Langeweile, unerwünscht sind. Für eine gesunde Entwicklung ist es zentral, dass ein Kind das Recht hat auf das ganze Spektrum von Emotionen: traurig, fröhlich, ängstlich, wütend, verzweifelt sein zu dürfen, ohne dass dies ein Problem ist. Sie brauchen den sicheren Raum, um sich mit all diese Gefühlen akzeptiert zu fühlen. Erst so lernen sie ihre Gefühle zu regulieren und sich im sozialen Kontext angemessen zu verhalten.
Auch Eltern sind Menschen und dürfen ihre Gefühle zeigen, Kinder haben damit keine Probleme und sie nehmen keinen Schaden. Wenn der Vater traurig ist und weint, kann das Kind lernen, dass dieses Gefühl normal ist und dazugehört. Wenn die Mutter ärgerlich ist oder wütend wird, wenn die Kleider in der Garderobe wieder am Boden liegen, ist dies ein nachvollziehbares Gefühl. Eltern dürfen authentisch sein. Wenn sie daraus kein Drama machen, ist das Gefühl nämlich schnell wieder vorbei. Kinder lernen so sich in andere Menschen einzufühlen. Wenn Eltern versuchen, immer korrekt und nett zu sein, also eine Fassade aufsetzen, können Kinder ihre angeborene Empathie-Fähigkeit nicht ausbauen. Eltern sind Menschen, sie müssen weder ideal noch übermenschlich sein. Kinder verzeihen schnell und lieben ihre Eltern trotzdem. Aber Kinder brauchen Leuchttürme, an denen sie sich orientieren können. Eltern, die Verantwortung übernehmen und nicht desinteressiert sind. Wenn der kleinste Konflikt damit endet, dem Kind einen Schleckstengel zu geben, oder das Kind vor dem Fernseher ruhiggestellt wird, verwehren Sie ihm wichtige Entwicklungsfähigkeiten und grundlegende Fähigkeiten, mit dem Leben klarzukommen.
Der autoritäre Erziehungsstil früherer Generationen hat den Kindern Gehorsam und Anständigkeit gelehrt, das will heute niemand mehr. Das Gegenteil dieser Erziehungshaltung ist aber auch nicht die Lösung: Einfach machen und gewähren lassen, bringt Tyrannen und Egoisten hervor, die dann in der Schule sozialisiert werden müssen.
Jesper Juul, der verstorbene dänische Pädagoge, rät, Kinder als Gäste aus einer fremden Kultur zu betrachten, mit denen man Bekanntheit schliessen muss. Manchmal erscheinen einem die eigenen Kinder wie Ausserirdische. Warum in aller Welt können sie jetzt diesen schönen Ausflug nicht geniessen und streiten die ganze Zeit? Kein normaler Mensch würde das tun. Wenn wir uns immer wieder auf die Perspektive des Kindes einlassen und versuchen zu verstehen, gelingt es besser, einfach mal sagen zu können: «Ok, du bist jetzt wütend/traurig/ärgerlich», um dann nachzufragen: «Was wäre denn deine Idee, um aus dieser Situation herauszukommen?» Selbstverständlich dürfen Eltern aber auch klarmachen, was sie wollen und was ihre Bedürfnisse sind. Diese sollen klar und deutlich ausgesprochen werden: «Ich will, dass du nun diese Jacke aufhebst und aufhängst.» Am besten gehen Sie dazu auf Augenhöhe zum Kind und sagen dies in einem freundlichen, aber bestimmten Ton.
Je besser Kinder lernen ihre Gefühle, Emotionen und Bedürfnisse wahrzunehmen und damit einen Umgang zu finden, desto stärker wird ihr Selbstwertgefühl und ihre Liebesfähigkeit. Dies ist allerdings ein langer Prozess, der jahrelang immer wieder geübt sein will. Wenn Eltern es schaffen dem Kind das Gefühl zu vermitteln, dass es immer liebenswert ist als Person und nur sein Verhalten jetzt gerade schwierig ist, kann Entwicklung stattfinden.
Liebe Eltern, ich wünsche Ihnen viel Spass und Freude mit Ihren Kindern in den Ferien. Sie machen den wichtigsten Job der Welt, und auch da braucht es Pausen!

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.oekberatung.ch

ass. iur. Aysel Mermer
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Vorsicht beim Kauf von Spielzeugpistolen
Sie wollen eine Spielzeugpistole kaufen? Dann sollten Sie diesen Artikel durchlesen, bevor Sie sich zu einem Kauf entscheiden. Unter Umständen machen Sie sich nämlich mit dem Kauf einer Spielzeugpistole strafbar.
Selten wird man im Internet auf der Website eines Onlineshops auf mögliche strafrechtliche Konsequenzen hingewiesen. Dies befreit Sie jedoch nicht von Ihrer Pflicht, sich im Voraus zu erkundigen. Schliesslich sind die Händler von Rechts wegen nicht zur Aufklärung verpflichtet.
Gemäss Artikel 4 Abs. 1 lit. g Waffengesetz (im folgenden WG) gelten auch Imitations-, Schreckschuss- und Soft-Air-Waffen, die aufgrund ihres Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden können, als Waffen. Eine Imitationswaffe kann also als Waffe im klassischen Sinne qualifi-ziert werden, wenn sie von einem Laien aufgrund ihrer ersten visuellen Erscheinung bzw. auf den ersten Blick nicht als untaugliche «Spielzeug»-waffe eingestuft werden kann. Hierbei wird unter anderem häufig auf die Farbe des Gegenstands abgestellt. Ist die Spielzeugwaffe durchsichtig oder farbig, so sollte für einen Aussenstehenden die Spielzeugeigenschaft erkennbar sein, weshalb es nicht mehr unter das WG fällt. Anders hingegen, wenn die Spielzeugwaffe aus Metall oder schwarzem Plastik ist.
Sie stellen sich sicherlich die Frage, warum der Gesetzgeber dies so streng handhabt. Dies hat folgenden Grund: Massgeblich ist das sog. Gefahrenpotenzial. Einer Spielzeugwaffe, die mit einer echten Waffe verwechselbar ist, kann nämlich unter Umständen dasselbe Gefahrenpotenzial zukommen wie einer echten Waffe. Diese eignen sich im Einzelfall dazu, bei einer Straftat (wie z.B. Raub) eingesetzt zu werden und beim Opfer den Eindruck zu erwecken, es sei eine echte Waffe. So kann das Opfer z.B. zur Herausgabe einer Sache genötigt werden. Der Täter kann so beim Einsatz einer Spielzeugpistole unter Umständen denselben Erfolg erzielen wie mit einer echten Faustfeuerwaffe. Gerade bei Jugendlichen sind solche Waffen sehr beliebt. Der Kauf gestaltet sich sehr unkompliziert und kann mithin von jedem vorgenommen werden, der das Internet gerade noch so bedienen kann.
Weil das Gefahrenpotenzial derart hoch ist, fühlte sich der Gesetzgeber veranlasst, eine solche Regelung ins Gesetz aufzunehmen. Selbst wenn es sich um Spielzeugwaffen handelt, es aber nicht sofort erkennbar ist, dann bedarf es eines Waffenscheins.
Was müssen Sie nun beachten:
- Lesen Sie die Informationen zum Artikel gründlich durch.
- Rufen Sie ggf. beim Kundenservice an und stellen Sie sicher, dass es als Spielzeug auf Anhieb erkennbar ist.
• Dies ist oft dann der Fall, wenn es sich um farbige/durchsichtige Spielzeugpistolen handelt.
• Wenn im Lauf der Spielzeugwaffe eine farbliche Markierung angebracht wird, die sich nicht entfernen lässt.


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