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Ratgeber

Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Sex für Fortgeschrittene
In den meisten langjährigen Partnerschaften verändert sich das Sexualleben. Aus Liebe, Sex und Zärtlichkeit wird Liebe, Kuscheln, Zärtlichkeit und schliesslich Freundschaft, Nähe, Gemütlichkeit, wie dies der Schriftsteller Heinz Strunk beschreibt. Das tönt ja noch ganz nett. Die Erfahrung aus der Paarberatung würde eher lauten: Entfremdung, Langeweile, Ratlosigkeit. Viele Menschen sehnen sich nach Aufregung und Abwechslung, nicht wenige suchen eine Affäre oder ein kurzes Abenteuer. In unserer Welt der Dating-Apps ist dies kein Problem. Das berauschende Hormon Dopamin wird in der Ehe nach einigen Jahren kaum noch ausgeschüttet. Experimente mit Ratten haben gezeigt, dass sich das lange gemeinsame Leben auf die Hormonausschüttung auswirkt. Erst wenn neue Sexualpartner hinzukommen, wird im Gehirn wieder Dopamin produziert. Viele Paare versuchen mehr Schwung in ihr Sexualleben zu bringen und öffnen die Beziehung für Seitensprünge, gehen gemeinsam in einen Swingerclub oder kaufen sich Sex-Toys.
Andere Paare wollen aber keine Aussenbeziehung und auch keine merkwürdigen Experimente. Sie sind gerne zusammen, haben Kinder und auch gemeinsame Interessen. Die Partnerschaft ist ihnen kostbar. Wenn nur die Sexualität «funktionieren» würde. Viele Frauen fühlen sich mit zunehmendem Alter unter Druck gesetzt, einen Orgasmus zu «liefern». Sie brauchen länger oder kommen nicht dazu und fühlen sich deshalb schuldig oder unzulänglich.
Wie wäre es mit einem Experiment, mit sogenanntem «slow sex»? Statt Dopamin kommt Oxytocin ins Spiel, das Bindungshormon, welches unser Wohlbefinden steigert und auch «Kuschelhormon» genannt wird. Es stärkt die Paarbeziehung und fördert die emotionale Bindung. «Slow Sex» meint nicht unbedingt langsamen Sex, aber das Ziel ist nicht mehr der Orgasmus, sondern die Hingabe. Der Weg ist sozusagen das Ziel. Kein Leistungsdruck, kein Stress, dafür viel Genuss.
Zu Beginn wird ohne Erregung und ohne Bewegung das Beieinandersein geübt. Die Penetration erfolgt weich, langsam und sanft. Es soll bewusst keine Reibung entstehen. Langsamkeit wird dazu benutzt, um bewusster zu fühlen. Sex ohne Absicht, dafür mit ganz viel Zeit. Man muss schlicht nichts tun. Unvorstellbar? Auf jeden Fall werden die alten Muster durchbrochen und es kann und darf etwas Neues entstehen. Vielleicht weniger aufregend als heissen, schnellen Sex. Dafür mit ganz viel Nähe und Vertrautheit, welche die Paarbindung intensiviert. Mit zunehmender Übung kann auch die Erregung und Bewegung erhöht werden, um aber jederzeit wieder innezuhalten und zu geniessen. Weil man ja nicht auf den Berg spurten muss, kann man jederzeit Pausen machen und die Aussicht geniessen.
Im besten Fall entsteht so eine Rückverbindung mit dem Herzen, ein Raum der Liebe. Und da fühlen sich Frauen und Männer gesehen, wahrgenommen und geliebt.

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Was ist Verrechnung?
Wenn zwei Personen sich gegenseitig Geld schulden und beide Forderungen zur Zahlung fällig sind, kann jede Person ihre Schuld mit ihrer Forderung verrechnen. So will es unser Obligationenrecht. Das passiert aber nicht automatisch, sondern muss der Gegenpartei ausdrücklich erklärt werden. Eine einmal abgegebene Verrechnungserklärung kann nicht widerrufen werden, ist sie einmal erfolgt, verändert sie die Rechtslage unmittelbar. Die Verrechnung bewirkt, dass die gegenseitigen Forderungen erlöschen. Übersteigt eine Forderung wertmässig die andere, erlischt die kleinere Forderung ganz, die grössere nur insoweit, als sie sich mit der kleineren deckt; im Übrigen bleibt die grös­sere Forderung bestehen.
Der Käufer einer mangelhaften Sache kann also beispielsweise Schadenersatz verlangen und diese Forderung, die den Anspruch auf Lieferung einer mangel­freien Sache ersetzt, mit der Kaufpreisforderung verrechnen. Ebenso kann der Werkbesteller, der Anspruch auf Nachbes­serung eines mangelhaften Werkes hat, diese bei Verzug des Unternehmers durch einen Dritten vornehmen lassen und den Anspruch auf Ersatz der Kosten mit der Werklohnforderung des Unternehmers verrechnen. Voraussetzung hierfür ist aber, dass die Verrechnung nicht vertraglich ausgeschlossen wurde. Ein solcher Verrechnungsverzicht ist jederzeit möglich und muss nicht ausdrücklich erklärt werden. Auch in Form einer Klausel in AGB ist der Verrechnungsausschluss grundsätzlich wirksam und nicht an sich «ungewöhnlich».
Das Erlöschen der Forderungen findet sodann rückwirkend statt, sprich auf den Zeitpunkt hin, in dem sie sich erstmals fällig gegenüberstanden. Soweit die Forderungen untergegangen sind, entfallen seit diesem Zeitpunkt auch bereits eingetretene Verzugsfolgen, wie insbesondere Verzugszinsen, Verzugsschadenersatz und Vertragsstrafen (Konventionalstrafen). Entrichtete Zahlungen für Verzug sind daher nach Bereicherungsrecht zurückzuerstatten. Dasselbe gilt für Vertragszinsen, die seit dem Eintritt der Verrechnungsbefugnis bezahlt wurden. Sind die gegenseitigen Forderungen nicht gleich hoch und bleibt einer Partei eine ungedeckte Forderung, läuft der Verzugszins darauf ab Verrechnungswirkung weiter.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Energieaktien holen auf
Lang waren sie völlig ausser Mode. Viele Energieaktien mussten länger unten durch. Vor allem der Ölsektor kam 2020 richtig unter die Räder. Einerseits ging der Ölverbrauch durch Corona stark zurück und anderseits stiegen einige Anleger aus Anbietern von fossilen Brennstoffen aus. Der Druck war gross und die Kurse gaben massiv nach. Wir brauchen aber überall Energie. Ohne Energie keine Wirtschaft, keine Jobs und auch kein Wohlstand. Die Klimaproblematik wird Veränderungen bringen. Mit fossilen Brennstoffe wird in Zukunft hoffentlich sparsamer umgegangen und Alternativen werden in den nächsten Jahrzehnten massiv zulegen. Das ist jedoch kein Sprint, sondern aus meiner Sicht ein Marathon. Aber alle fossilen Brennstoffe zu verbieten, ohne vernünftige und zahlbare Alternativen in der benötigten Menge zu haben, ist auch keine Lösung. Der Markt scheint langsam zu realisieren, dass wir in den nächsten Jahren in ein Problem laufen werden. Der Verkehr soll in wenigen Jahren grösstenteils elektrisch unterwegs sein und viele Öl- und Gasheizungen müssen durch Wärmepumpen ersetzt werden. Woher kommt aber der viele Strom, wenn wir noch alle Atomkraftwerke in den nächsten Jahrzehnten abstellen? Sicher ist bei der Energieeffizienz noch Spielraum. Aber da tut sich eine massivste Lücke auf, welche mindestens mittelfristig ohne fossile Brennstoffe kaum zu decken ist. Wahrscheinlich werden die Preise für Energie volatiler und in der Tendenz eher steigen. Das wäre für die Umwelt wahrscheinlich viel besser als alle Subventionen und Lenkungsmassnahmen. Bei hohen Preisen machen Sparmassnahmen plötzlich Sinn und werden oft auch freiwillig angegangen. Auch wenn im Moment viele Energieaktien wenig populär sind, gehört diese Branche in jedes Depot. Wie und was, da kann man sich streiten und unterschiedlicher Meinung sein.

Zu hohe Schulden könnten bald gefährlich werden
Dass der Kauf von risikoreichen Wertschriften auf Kredit gefährlich ist, wissen die meisten. Auch dass viele Hebelprodukte grössere Risiken bergen. Fast in Vergessenheit geraten ist, dass der Immobilienkauf oft mit sehr hohen Krediten finanziert wird. Bereits eine Zinsveränderung von einem Prozent würde die Nachfrage nach Immobilien einschränken und die Preise würden wahrscheinlich unter Druck kommen. Schnell ist der Eigenkapitalpuffer von mind. 20 % kleiner und die Bank könnte dann jederzeit Zusatzsicherheiten einfordern. Diese müsste man dann schnell zur Hand haben, sonst gehört einem die Liegenschaft bald nicht mehr..
Auch recht gefährlich kann unter Umständen ein Wohnungskauf zur Vermietung werden, wenn er mit zuviel Fremdkapital finanziert ist. Wenn eine Wohnung nicht mehr regelmässig und längerfristig vermietet werden kann, könnte eine Bank hellhörig werden und ihr Geld zurück wollen. Auch dann sollte man einen Plan haben. Fazit: Wenn möglich im Moment mehr Eigenkapital einsetzen oder mindestens einen Plan haben, für den Fall, dass nicht alles optimal läuft.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Auge (Folge 6): Trockene Augen
Das trockene Auge hat den Status einer Volkskrankheit. Es kommt mit zunehmendem Alter immer häufiger vor und findet sich bei bis zu 15 bis 17% der Menschen. Typisch dabei ist das Gefühl der Trockenheit, eine Rötung und ein Brennen der Augen, zum Teil schmerzhaft, oft einhergehend mit einem Fremdkörpergefühl. Manchmal kommt es sogar zu Sehstörungen. Die zwei Hauptursachen sind der Mangel an Tränenflüssigkeit und eine verstärkte Verdunstung. Damit sind auch die beeinflussenden Umweltfaktoren klar: Wind, trockene Luft (Klimaanlagen, allgemein niedrige Luftfeuchtigkeit), Bildschirmarbeit mit zu wenig Blinzeln oder das Tragen von Kontaktlinsen. Weitere Ursachen liegen in: einer hormonellen Umstellung (Testosteron- oder Östrogen- Mangel), Einnahme von verschiedenen Medikamenten, diverse Erkrankungen, Allergien, Lidrandentzündungen, um nur einige zu nennen. Paradoxerweise beobachtet man bei trockenen Augen auch ein vermehrtes Tränen. Die Patienten klagen über ein Zuviel an Augenwasser und bekommen die Diagnose trockene Augen. Durch eine ständige Reizung lösen geringfügige Einflüsse Tränen aus. Diese Aufstellung zeigt bereits, wie wichtig es ist, bei solchen Beschwerden den Rat (die Diagnose) eines Augenarztes zu erhalten. Er kann die nötige Therapie vorschlagen, eventuell zugrundeliegende Erkrankungen erkennen und damit die möglichen Folgeerkrankungen verhindern. Im Fokus steht dabei der Tränenfilm. Er besteht aus drei Schichten: der äusseren fetthaltige «Lipid»-Schicht (gebildet von den Meibomschen Drüsen), der mittleren wässrigen Schicht (gebildet von den Tränendrüsen) und der inneren schleimhaltigen «Muzin»-Schicht (gebildet von den Becherzellen der Bindehaut). Die innere Schicht sorgt dafür, dass der Tränenfilm auf der Augenoberfläche haftet. Die wässrige Schicht versorgt die Hornhaut mit Nährstoffen und die darin befindlichen immunologischen Abwehrstoffe wehren Bakterien und Viren ab. Die Lipidschicht verhindert ein zu schnelles Verdunsten. Jeder Lidschlag befeuchtet das Auge und befördert den Tränenfluss über einen Verbindungskanal in die Nase. (Darum läuft uns beim Weinen auch immer die Nase.) Kurz gesagt ist er eine wichtige Schutzfunktion des Auges: Schutz vor: Fremdkörpern, Viren und Bakterien, Ernährung und Versorgung mit Sauerstoff, Gleitmittel für die Augenlider. Er gleicht die Mikro- Unebenheiten der Hornhaut aus und gewährleistet die Transparenz der Hornhaut, damit das Sehen funktioniert. (Ohne die Flüssigkeit wäre die Hornhaut trocken und nicht durchsichtig).
Was kann man selber dagegen tun bzw. wie vorbeugen?
• Regelmässig lüften bzw. die Luftfeuchtigkeit auf einem vernünftigen Mass halten.
• Beim Arbeiten am Computer/Gamen/viel Fernsehschauen an den verringerten Lidschlag denken, regelmässige Pausen machen und blinzeln.
• Die Nahrung sollte genügend Omega-3 -Fettsäuren enthalten. Sie halten alle Schleimhäute feucht und sind bekannterweise in Fisch, Leinöl und diversen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten.
• Trinken!
• Die Augen gegen Luftzug schützen, sei es im Auto beim Fahrradfahren oder Skifahren.
• Bei starker Sonneneinstrahlung Sonnenbrille tragen.
• Kosmetische Produkte je nach ihrer Eignung nicht «zu nahe» am Auge auftragen.
• Und last but not least die Lidränder pflegen.
Bei Beschwerden werden sogenannte Tränenersatzmittel täglich ins Auge geträufelt. Sie unterstützen die eigene Tränenflüssigkeit und/oder dienen als Ersatz. Je nach Situation sind sie dünn- oder dickflüssiger, bis gelartig. Es gibt viele Präparate.
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Ihr Team der Vinzenz Apotheke

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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Was ist denn nur mit Holcim los?
Die Aktienmärkte sind in den letzten Wochen nach massiven Anstiegen auf neue Höchststände leicht gesunken. Der SMI notiert aktuell bei knapp 12 000 Punkten mit etwa 12% im Plus seit Anfang Jahr. Natürlich haben nicht alle Titel gleich profitieren können. Die Probleme der CS (Greensill, Archegos…) wurden mannigfaltig diskutiert. Es gibt aber auch Titel mit Mühe, von denen man weniger liest. Holcim konnte sich trotz positiver Kommentare dieses Jahr lange nur seitwärts entwickeln. Seit drei Monaten und verstärkt in den letzten drei Wochen geht es sogar ziemlich stark nach unten. Was ist da los? Zum einen hat Holcim als grosser Zykliker von Hoffnungen auf staatliche Konjunkturpakete profitiert. In den letzten Tagen ist die Diskussion um die Schuldenobergrenze in den USA verstärkt in den Fokus geraten. Dass dies natürlich gewisse Bedenken diesbezüglich schürt und Bauzykliker wie Holcim bremst, ist nachvollziehbar.
Der wichtigere Bremsklotz scheint aber in der Vergangenheit von Lafarge, mit der Holcim vor 6 Jahren fusioniert hat, zu liegen. Lafarge Cement Syria soll im syrischen Bürgerkrieg Schutzgeld an bewaffnete Gruppierungen bezahlt haben, um die Produktion in einem dortigen Zementwerk weiter betreiben zu können. Vor ca. zwei Wochen hat das oberste Gericht in Frankreich entschieden, dass diese Vorwürfe weiter untersucht werden dürfen. Ein Urteil steht somit noch aus und Holcim konnte noch keinen Schlussstrich ziehen. Doch damit nicht genug: die noch grössere Drohkulisse könnte sein, dass sich auch die US-Justizbehörden gemeldet haben und Informationen wollen. Im Verfahren in Frankreich rechnet man im Allgemeinen mit einer möglichen Strafe im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Das ist zwar viel Geld, für ein Koloss wie Holcim aber problemlos verkraftbar. In den USA hingegen ist es aktuell noch schwieriger, eine mögliche Strafe abzuschätzen. Eine Strafzahlung in ähnlichem Umfang wäre sicher verkraftbar. Eine mutmassliche Nicht-Berücksichtigung bei staatlichen Aufträgen während einer allfälligen Sperrfrist wäre sicher schmerzhafter. Diese Unsicherheit dürfte der Hauptgrund für den tieferen Aktienkurs sein.
Operativ hingegen scheint Holcim unter CEO Jan Jenisch Fortschritte zu machen. Die alten Fusionsprobleme scheinen Vergangenheit zu sein. Im ersten Halbjahr 2021 hat Holcim neue Rekorde bei wiederkehrendem Ebit, freiem Cashflow und Gewinn pro Aktie erzielt. Und die Auftragsbücher seien voll, hiess es an der Präsentation der Halbjahresergebnisse. Holcim kämpft auch gegen das Image nicht nachhaltig zu sein. Neue Technologien («grüner» Beton bzw. EcoPact) sollen dabei helfen, beim Trend zu nachhaltigen Investitionen nicht unter die Räder zu geraten.
Die Aktie ist nach dem Kursrutsch auf aktuell weniger als Fr. 46.– mit einem Kursgewinnverhältnis von etwa 11 × günstig bewertet und auch die Dividendenrendite liegt bei über 4%. Trotz Damoklesschwert von möglichen US-Strafen erscheint uns Holcim als einer der (aktuell eher wenigen) Titel mit guten mittelfristigen Aussichten.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Romeo und Julia – Alte Liebe entrosten
Alte Liebe rostet nicht, sagt man so einfach. – Romeo trifft auf Julia. Am Anfang ist alles aufregend, schön, neu. Es gibt viel zu entdecken am neuen Gegenüber. Man verabredet sich voller Spannung. Alles lässt der Romeo für seine Julia stehen und liegen.
20 Jahre später. Romeo beklagt sich, sie sei nur noch mit den Kindern beschäftigt und er komme zu kurz. Julia fühlt sich nicht mehr wertgeschätzt und gesehen als Frau oder wünscht sich, es wäre irgendwie mehr wie früher. Sie haben sich noch lieb, alles ist gut eingespielt und es funktioniert und doch holt sie ganz schleichend der Alltag ein. Vielleicht harzt es plötzlich am Respekt oder einer verliert den Humor.
Anstatt das Handtuch zu werfen gib es verschiedene lustvolle Möglichkeiten, die langjährige Beziehung zu pflegen und sich wieder aufeinander zuzubewegen. Eine schöne Massnahme, die ich sehr schätze, möchte ich hier kurz vorstellen.
Es geht dabei darum, wieder bewusst und achtsam Zeit zusammen zu verbringen, so genannte «Liebestage» oder «Liebeszeit» einzurichten. Das Paar beschliesst einen Abend pro Woche bzw. einen oder zwei Tage im Monat, an welchem sie sich regelmässig treffen. Die ausgemachten Zeiten werden in der Agenda reserviert. Nicht die Menge, sondern die Qualität des Zusammenseins ist im Fokus. Für diese Zeit denkt sich abwechslungsweise jeweils Romeo oder Julia etwas Schönes aus und überrascht den anderen, beide können sich vorfreuen.

Dabei gibt es einige Regeln, die gemeinsam besiegelt werden:
• Geht das abgemachte Datum einmal nicht, wird ein Ersatztag festgelegt. Die Daten werden zeitig fixiert, so dass sich jeder darauf einstellen und sich vorfreuen kann.
• Zweisamkeit ist angesagt, das heisst, keine Drittperson ist mit dabei. Die Zeit wird nicht in einer Gruppe verbracht.
• Die Zeit wird nicht mit Konsum alleine verbracht (Fernsehschauen zu zweit zählt nicht)
• Die Partner beschäftigen sich jeweils aktiv mit ihrem Gegenüber
• Beide verhalten sich achtsam und respektvoll
• Mobiles Telefon und andere Medien bleiben ausgeschaltet

Ideen für gemeinsame Aktivitäten
• Gegenseitige Handmassage
• Berührungszeit
• Ein Picknick im Grünen oder ein Essen zu zweit
• Ein Brettspiel spielen
• Sich sagen, was einem am anderen gefällt
• Zusammen ein Glas Wein geniessen
• Gemeinsam ein feines Menü kochen
• Gemeinsam Sport treiben (Velofahren, Schwimmen, Vitaparcours, Joggen, Rollschuhfahren...)
• Eine frühere gemeinsame Aktivität wieder aufgreifen
• alte Fotos zusammen anschauen, Erinnerungen austauschen

Verrücktere Ideen für Mutige
• Zusammen in die Kletterhalle
• Sich blind oder rückwärts durch die Stadt oder die Natur führen
• Sich gegenseitig abzeichnen
• Kopfmassage
• Ein Nachtspaziergang, dazu Geschichten erfinden

Ich wünsche Ihnen spannende Erfahrungen und viel Liebe. Auf dass alte Liebe nicht rosten möge!

Begleitung für Paare / Fragen:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

 

lic. iur. Daniel Ordás, Advokat
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Was ist Scamming? Der Internetbetrug

Warum gibt es Scamming?
Jeder hat schon mal davon geträumt, dass ein reicher, unbekannter Grossonkel aus Amerika ihm ein Vermögen hinterlässt, dass eine grosse spanische Lotterie ihn zum Millionär macht, dass eine Bank ihm unbekannte Vermögen zuspricht, dass ein Prinz oder Präsident ihm einen kleinen Gefallen mit einem grossen Geschenk verdankt, dass er der Einzige ist, der erfährt, dass es ein grosses Schloss für kleines Geld zu kaufen gibt, oder auch nur, dass er von einem Insidergeschäft erfährt, das ihn reich macht. Die Gedanken sind frei und die Träume sind kostenlos. Aber der Glaube an die Träume kann sehr teuer werden. Die Illusion von Gratis-Geld, Lotteriegewinne ohne ein Los zu kaufen und grosse Vermögen mit wenig Aufwand sind der Köder des organisierten Scammingbetrugs.

Wie funktioniert Scamming?
Scamming ist im Ursprung nichts Illegales. Eine Person oder Gruppe verschickt Mails oder Briefe, mittlerweile auch Whatsapp-Nachrichten, SMS oder Privatnachrichten in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagramm, in welchen sie eine oft kuriose Geschichte erzählten Zum Glück funktionieren in den aller meisten Fällen die Spam-Filter und der gesunde Menschenverstand. Milliarden von solchen Nachrichten, Angeboten und «freudigen Mitteilungen» werden täglich weggeklickt, gelöscht oder direkt im Spam entsorgt.
Das ist aber für die Scammer kein Problem, denn Scamming ist billig. Einen fantasievollen Text an tausende von Lesern oder Usern zu verschicken, kostet fast nichts. Natürlich muss man sich erst die Adressen besorgen, aber diese werden legal und illegal für wenig Geld gehandelt, sortiert nach Regionen, Geschlecht, Bildungsgrad, Wiederholungsopfer und zum Teil nach noch viel präziseren Differenzierungen.
Erst, wenn der Adressat antwortet und den ersten Teil der Geschichte glaubt, fängt das strafrechtlich relevante Geschehen an. Meist wird nicht sofort Geld verlangt, sondern Vertrauen aufgebaut. Das Storytelling ist die Basis, mit welcher das Vertrauen der Opfer gewonnen wird. Der unglaubliche Glücksfall, sei es eine Erbschaft, ein Glückspielgewinn oder auch nur ein fantastisches Geschäftsangebot, wird erklärt, begründet und plausibilisiert. Oft fängt dann ein Verwirrspiel an, bei dem man an Experten verwiesen wird oder andere Akteure involviert werden. In unserer Tätigkeit als Anwälte sehen wir verschiedene Vorgehensweisen.
Ein grosses Geschäft hängt nur von einer kleinen Transaktion ab, welche der Empfänger tätigen muss und ihn dann prozentual am Gewinn beteiligt. – Eine Erbschaft braucht eine physische Person im Land des Adressaten und dafür sollen Gebühren für Notare oder Behörden vorgeschossen werden. – Eine Rechnung muss beglichen werden, damit ein grosser Betrag freigegeben werden kann.

Scamming-Maschen
Der Einfallsreichtum solcher Internetbetrüger ist relativ gross. Im Nachhinein erkennen die Opfer oft, wie plump und offensichtlich die Lügen waren. Auch das kann Teil der Masche sein. Oft ist es den Opfern peinlich, dass sie auf so simple Geschichten reingefallen sind und sie verzichten auf eine Anzeige, besonders wenn zu erwarten ist, dass das Geld ohnehin verloren ist und eine strafrechtliche Untersuchung im Sand verlaufen wird.
In vielen Fällen verlangen die Täter nur relativ kleine Beträge, einerseits sind dann die Hemmschwellen geringer, anderseits wird das Opfer dann auch weniger Aufwand betreiben, um seinem Geld nachzurennen. Wenn absehbar ist, dass die Anwaltskosten höher werden als der verlorene Betrag, schreiben die meisten Betrugsopfer ihren Verlust als Lehrgeld ab. Solche Fälle lohnen sich für die Betrüger, da Kleinvieh auch Mist macht und der Aufwand sehr gering ist.
In anderen Fällen wird lieber mit grossen Beträgen gearbeitet. Dies erhöht den Eindruck der Seriosität und der speziellen Gelegenheit. Hier ist naturgemäss die Erfolgsquote geringer, was aber die Hintermänner wenig interessiert, da sie ja kaum Kosten haben und ein paar wenige Glückstreffer schon einen grossen Erlös ergeben. Hier kommt es immer wieder vor, dass mit kompliziertem Fachvokabular hantiert wird und teilweise auf real existierende Ereignisse aus den Medien verwiesen wird. Das Opfer wird zum Partner und oft zieht es aufgrund der Verlockung noch andere Freunde, Bekannte und Verwandte mit in den Strudel.
Grundsätzlich kann man bei fast allen Maschen sagen, dass sie im Nachhinein geradezu offensichtlich unglaubwürdig erscheinen. Das englische Sprichwort «there’s no lunch for free» (frei: es gibt nichts umsonst) trifft eigentlich immer zu. Wenn Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben, werden Sie auch nicht gewinnen. Wenn Sie einen schwerreichen Verwandten hätten, wüssten Sie das wahrscheinlich. Wenn jemand ein Bombengeschäft hat und eine enorme, sichere Rendite erwirtschaften kann, dann würde er kaum einen Unbekannten übers Internet daran beteiligen und wenn einer Zugang zu riesigen Beträgen hat, dann braucht er wohl kaum einen kleinen Zustupf von Ihnen, um an diese zu gelangen.

Was ist Scamming im Schweizer Recht?
Landläufig wird von Internetbetrug gesprochen, doch juristisch deckt sich die Definition des Betrugs nicht immer mit der Verwendung im Volksmund. Das Scamming selbst ist kein eigener Straftatbestand in der Schweiz. Unser Strafgesetzbuch kennt in diesem Zusammenhang nur den Betrug. Natürlich können im Verlauf des Scammings auch weitere Delikte hinzukommen, wie etwa unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem, betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, aber auch Nötigung, Drohung oder gar Erpressung.
Die häufigste Straftat im Zusammenhang mit dem Scamming ist aber mit Sicherheit der Betrug. Doch nicht alles, was wir als Betrug empfinden, ist auch rechtlich als solcher zu taxieren und strafbar. Das Delikt des Betrugs gliedert sich in einen objektiven und einen subjektiven Tatbestand. Wörtlich sagt Artikel 146 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs: «Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.» Das heisst, dass das Opfer sich selbst oder einen anderen «freiwillig» entreichert. Es tut dies nicht aus Versehen oder unter Zwang, sondern nur, weil es sich in einem Irrtum befindet. Dieser Irrtum muss dadurch entstanden sein oder bestärkt werden, dass der andere ihm Tatsachen vorspiegelt oder unterdrückt, die das Opfer etwas Falsches annehmen lassen. Die Täuschung muss arglistig sein, das heisst, dass der Täter raffiniert vorgehen und ein schwer durchschaubares Lügengebäude erstellen muss. Nicht jede Lüge reicht aus, um den Tatbestand des Betrugs zu erfüllen. Zu guter Letzt muss der Täter in der Absicht handeln, sich oder einen anderen unrechtmässig zu bereichern.
Scammingfälle haben verschiedene Tücken. Einerseits gibt es wahrscheinlich eine sehr hohe Dunkelziffer, die nie zur Anzeige gebracht wird, da sich die Opfer schämen oder der Schaden zu geringfügig ist, anderseits sind alle Internetdelikte in der Regel sehr komplex und international vernetzt, so dass die Ermittlungsaussichten gering sind. Daneben ergeben sich aber auch rein juristische Fragen, wie etwa das Opfermitverschulden. Hier muss das Gericht sich fragen, wie leichtgläubig man sein darf und wo die Grenze zwischen einer plumpen Lüge und einem raffinierten Lügengebäude verläuft. Immer mehr kommt es zu Fällen, in denen die Opfer zu Mittätern, Gehilfen oder allenfalls willenlosen Werkzeugen werden, sei es, dass sie selbst dazu beitragen, dass andere Leute Geld verlieren, oder aber, dass ihr Name, ihr Ruf oder ihr Bankkonto missbraucht werden, um andere zu schädigen.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Soll ich jetzt noch neu investieren?
Wann die Märkte zuoberst und zuunterst sind, das weiss man immer erst im Nachhinein. Den richtigen Zeitpunkt zu finden, ist eine Kunst, welche fast niemandem gelingt oder zumindest nicht permanent. Also empfehle ich, sich auf andere Grundsätze zu konzentrieren: 1. Eine vernünftige Streuung/Diversifikation der Anlagen. 2. Gestaffelter Einstieg. 3. Auf Kosten der Anlagen achten. Teure Produkte sind oftmals nicht einfach besser. 4. Nicht nur in Modethemen investieren. Wenn etwas im Fokus steht, ist oft schon ein grosser Teil des Anstiegs durch. 5. Auf die Bewertung achten. Eine günstige Bewertung ist absolut kein Erfolgsgarant. Sehr teuer bewertete Aktien können aber oft ihr Wachstum früher oder später nicht mehr halten und es gibt Enttäuschungen. 6. In Übertreibungsphasen nach oben vorsichtiger werden und in Phasen mit grossem Pessimismus nicht nur das Negative sehen und mehr Mut zeigen.
Aus meiner Sicht befinden wir uns schon eine längere Zeit eher in einer solchen Phase. Selbst negative Nachrichten werden positiv ausgelegt. Das ist ein typisches Zeichen, dass Märkte überhitzen. Aktien seien «alternativlos» usw. liest man fast täglich. Soll ich also noch neu investieren?
Ja, aber sehr zurückhaltend. Zuerst müssen wir uns wieder bewusst sein, dass fast jeder von uns bereits via AHV und PK viel Geld in Anlagen hat und die Altersrente also recht stark von deren Rendite abhängt. Dann würde ich auch meinen Zeithorizont anschauen. Wenn ich auf dieses Anlagegeld sehr lange nicht angewiesen bin oder mich ein Teilverlust nicht in finanzielle Probleme bringt, dann darf ich sicher einen Teil anlegen. Fragen Sie sich aber auch, ob Sie bei einem Wertverlust von zB. 25 % noch ruhig schlafen können? Wenn Ihnen Ihre Finanzanlagen den Schlaf rauben, dann schalten Sie 1, 2 Gänge tiefer und investieren mit weniger Risiko.
Tönt alles einfach, ist es aber aus meiner Sicht im Moment nicht. Im Moment ist ohne oder mit wenig Risiko nichts zu holen. Ob sich das eingegangene Risiko aber dann mal richtig auszahlt, wird man erst in der Zukunft sehen. Ein Kater nach einer langen Party ist ok. Es sollte einfach kein Debakel geben.

Achtet auf den Mittelstand
Nach dem zweiten Weltkrieg gab es ein Wirtschaftswachstum sondergleichen, welches im Westen einen breiten Mittelstand hervorbrachte, welcher sich immer mehr leisten konnte. Genau dieser Mittelstand ist aus meiner Sicht auch ein sehr wichtiger Pfeiler der Demokratie. Im Moment habe ich etwas Angst, dass dieser schleichend, aber kontinuierlich geschwächt wird. Für sozial Schwache haben wir x Fangnetze und die Superreichen sind so reich und flexibel, dass sie sich immer wieder anpassen können, wenn sie wollen. Nicht erst mit Corona wird die Demokratie wieder mehr zurückgedrängt und die Freiheit eingeschränkt. Auch die finanziellen Möglichkeiten verschlechtern sich schleichend und fast unbemerkt. Wir bräuchten wieder Politiker und Zentralbanker mit Weitsicht und Blick fürs Ganze. Weder neue Subventionen noch weitere Fangnetze nach unten bringen dem Mittelstand wirklich etwas. Auch immer neue Schulden (auch wenn sie aktuell fast gratis sind) schwächen längerfristig den Mittelstand. Das endgültige Aus für den Mittelstand wäre eine länger andauernde hohe Inflation.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Auge (Folge 5)
Spezielle Aspekte bezogen auf eine Schwangerschaft und Stillzeit
Während dieser Zeit sind alle Aufnahmemöglichkeiten von Medikamenten in den mütterlichen Organismus auf eine mögliche Weitergabe und eventuelle Schädigung des Kindes zu überprüfen. Nach dem Contergan-Skandal ist die Welt auf dieses Problem aufmerksam geworden. Auch Augentropfen können über die Bindehaut und die Tränenwegs-Schleimhaut Wirkstoffe in den Körper einbringen. Vorsicht ist bei der Anwendung von bestimmten Wirkstoffgruppen (bestimmte Antibiotika, Virostatika Glaukom-Mittel oder stark wirkenden Parasympatholytika) geboten. Darum ist es wichtig auch den Augenarzt von einer bestehenden oder möglichen Schwangerschaft bzw. Stillzeit zu informieren! Während der Stillzeit sind alle Stoffe gefährlich die lipophil sind. Sie können in die Muttermilch übergehen.

Gerstenkorn lat. Hordeolum
Es ist eines der häufigsten Augenbeschwerden. Es bildet sich am oberen oder unteren Lidrand und ist eine Entzündung der Drüsen. Es ist äusserst unangenehm, aber in der Regel harmlos und heilt meist von allein ab. Da es sich in der Regel um eine bakterielle (Staphylokokken) Infek­tion handelt, kann es übertragen werden. Das heisst, man sollte es möglichst nicht oder nur mit gewaschenen Händen berühren und nicht manipulieren, nicht versuchen es «auszudrücken».
Als Risikofaktoren gelten ein geschwächtes Immunsystem u.a. auch durch Erkrankungen oder das Alter. Kinder sind anfälliger dafür. Sie reiben öfters die Augen. Gerstenkörner kommen auch häufiger in Verbindung mit Akne vor. Auch können häufige Gerstenkörner auf einen Diabetes (Zuckerkrankheit) hinweisen.
Vorbeugend wirken eine gute Hygiene (nicht mit ungewaschenen Händen Augen reiben) und die Augen «pflegen». Über eine gute Lidrandhygiene informieren wir Sie gerne. Wie bei allen Erkrankungen ist ein gutes Immunsystem der beste Schutz. Es gilt immer dasselbe: gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, genügend Bewegung und genügend Schlaf, um die wichtigsten Punkte kurz anzusprechen.
Behandlung: am besten abwarten. Wie bereits geschrieben heilt es meist von selbst ab. Man kann es mit trockener Wärme z.B. via Rotlichtlampe behandeln. Das geschlossene Auge wird dreimal täglich je 10 Minuten mit der Rotlicht-Lampe bestrahlt. Diesen Effekt wird auch mit Auflegen eines trockenen warmen «Cold&Hot-Pack» erreicht. Die Wärme fördert die Durchblutung, das Gerstenkorn öffnet sich schneller, sodass der Eiter ablaufen kann. Feuchte Wärme wird von den Augen­ärzten nicht mehr empfohlen. (Kompressen mit Schwarztee wärmen zwar gut, können aber auch ein Verschleppen der Erreger durch das Aufweichen der Haut begünstigen; und bitte keine Anwendung von Kamillenkompressen wegen der Allergiegefahr.) Des Weiteren können Sie rezeptfrei in der Apotheke (pflanzliche, homöopathische, entzündungshemmende) Augentropfen und Augensalben zur unterstützenden Anwendung kaufen. Kontaktlinsenträger müssen während dieser Zeit besonders vorsichtig sein und sollten am besten eine Brille tragen. In seltenen Fällen dauert die Entzündung an und es ist ein Eingriff (chirurgisch und/oder medikamentös) durch den Augenarzt erforderlich.

Hagelkorn lat. Chalazion
Es ist eine (harmlose, chronisch-granulomatöse) Entzündung der Meibom Drüsen, hervorgerufen durch eine Verstopfung des Ausführungsganges. Die schmerzfreie, nicht verschiebbare Schwellung in der Tiefe des Lides verschwindet entweder von selbst oder kann operativ vom Augenarzt entfernt werden. Die Meibom-Drüsen «fetten» die Oberfläche des Auges und helfen die Verdunstung der wässrigen Schicht, die das Auge feucht hält, zu erhalten. Wir werden darauf im nächsten Ratgeber «Trockene Augen» darauf näher eingehen.
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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Reaktionen auf meinen letzten Ratgeber-Artikel
Ich hatte selten so viele Reaktionen auf einen Ratgeber-Artikel wie auf den letzten vor drei Wochen. Ich hatte darin die explodierenden Staatsschulden und deren Finanzierung durch die Zentralbanken angesprochen. Offenbar stört die unverblümte Schuldenmonetarisierung erstaunlich viele interessierte und kritische Bürger. Ich sage «erstaunlich», nicht weil ich denke, das sei unbedeutend oder unwichtig, sondern weil ich denke, Geldpolitik sei für die meisten Leute eher abstrakt und nicht ihr drängendstes Problem. Ich finde es sehr erfreulich, dass sich dennoch viele Leute kritisch zu den immer massloseren Massnahmen der Staaten und Zentralbanken äussern. Die daraus drohenden Probleme bauen sich zwar nur langsam auf, sie beginnen sich aber langsam zu zeigen.
US-Inflation
Vorletzte Woche sind die Juli-Daten zur Konsumentenpreisinflation in den USA publiziert worden. Nach drei Monaten mit immer höheren Raten trafen sie diesen Monat die angehobenen Erwartungen ziemlich präzis. Die Kerninflation lag bei +4,2%, die gesamte Konsumgüterinfla­tion bei +5,4%. Die Beschwichtigungen der Zentralbanker, dass alles nur halb so schlimm sei und eh nur temporär, scheinen die Aktienmärkte weiterhin zu glauben.
Ein Kommentar dazu von Briefing.com (ein langjähriger, professioneller Marktanalyst): «Es gibt es nicht oft, dass der Aktienmarkt Trost findet in einem Konsumgüterpreisindex, der anzeigt, dass die Konsumgüterpreise ‹nur› 5,4% gegenüber dem Vorjahr anstiegen. Wie auch immer, genau dies passierte.» Sollte die Inflation länger auf diesem Niveau bleiben oder gar noch ansteigen, wäre das schlecht für Lohnempfänger und Mittelstand. Spätestens, wenn die Zentralbanken sich dazu gezwungen fühlen, ihren Fuss vom Gaspedal zu nehmen, wäre auch mit Turbulenzen an den Aktienmärkten zu rechnen. Unsere Einschätzung zum amerikanischen Aktienmarkt bleibt negativ.
Leonteq
Leonteq steht aktuell bei 58 Franken oder etwa 60% im Plus gegenüber dem Jahresanfang. Ich habe letztmals im Februar etwas zum Anbieter von strukturierten Produkten geschrieben (ist auch auf unserer Homepage zu finden). Wer damals noch keine Gewinne mitgenommen hat, kann das jetzt mit schönem Gewinn tun. Unsere langfristige Einschätzung zu Leonteq bleibt positiv, weshalb wir nicht mit der ganzen Position aussteigen. Das erste Halbjahr zeigte absoluten Rekord, das zweite Halbjahr dürfte erfahrungsgemäss etwas schwächer sein. Einige neue Partnerschaften wurden bekannt gegeben, was längerfristig zu steigendem Umsatz führen dürfte und die Bewertung, gemessen am aktuellen Gewinn, ist noch nicht teuer.
Gold
Wie oben erwähnt, scheint der Aktienmarkt davon auszugehen, dass die Zinsen trotz hoher Inflation tief bleiben und die Zentralbanken weiterhin Liquidität in die Märkte drücken. Ein anderes Szenario scheint der Goldpreis anzuzeigen. Er geht seit einem guten Jahr eher seitwärts/runter, obwohl die Inflation angestiegen ist und die Zinsen tief sind. Negative Realzinsen (Zins minus Inflation) sollten an sich eher positiv für die Goldpreisentwicklung sein. Der Goldpreis scheint somit davon auszugehen, dass entweder die Inflation bald deutlich sinkt und/oder die Zinsen anziehen werden. Wer eine tiefe Aktienquote hat und nicht auf einen deutlichen Rücksetzer warten will, könnte deshalb ein Auge auf Gold werfen. Wir kaufen derzeit bei gewissen Kunden den Goldminen-ETF mit Kürzel GDX. Der originale GDX handelt in USD und ist sehr liquide. Es gibt auch einen an der SIX gehandelten GDX in CHF, der in normalen Zeiten ansprechend liquid ist. Bei Fragen dazu melden Sie sich einfach bei uns.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Liebe braucht Disziplin
Es tönt zunächst paradox, dass Liebe Disziplin erfordern soll, denn Liebe bedeutet Gefühle und in der Liebe will und soll man doch sich selber sein, sich fallen lassen können und ehrlich, offen und ungeschminkt sagen können, was man denkt und fühlt. Oder etwa nicht?
Gerade in der Liebesbeziehung gilt es allerdings auch, Rücksicht zu nehmen, die eigenen Interessen auch einmal hintenanzustellen, dem/der Anderen zuliebe einmal etwas zu tun, was ich alleine nicht machen würde, und nicht immer alles zu sagen, was man denkt, um das Gegenüber nicht unnötig zu verletzen; das bedeutet häufig, seine Emotionen im Griff zu behalten.
Dieses Dilemma zwischen Gefühlen, Offenheit und Zurückhaltung, Disziplin zeigt sich besonders bei Konflikten. Konflikte treten in jeder Beziehung auf, weil es zum Beispiel verschiedene Bedürfnisse gibt (der Eine will dies, die Andere will das), wenn unterschiedliche Ansichten bestehen (ich finde dies toll, du findest es langweilig) oder bei erlebten Verletzungen.
Natürlich ist es wichtig, dass in einer Beziehung offen über die eigenen Sichtweisen und Gefühle gesprochen werden kann, doch manchmal ist es vielleicht auch im Interesse der Beziehung sinnvoller zu schweigen. Es muss nicht immer alles gesagt werden, was gedacht wird und in jedem Fall gilt:« c’est le ton, qui fait la musique». Das heisst, dass man seine Gefühle und Verletzungen zwar ausdrücken und ausdiskutieren soll/kann, dass man dabei aber seine Emotionen soweit im Griff haben sollte, dass die Diskussion doch fair und respektvoll bleibt. Die meisten Verletzungen geschehen ohnehin unbewusst und ohne Absicht und sicherlich muss Jede/r in einer Beziehung auch vieles einstecken und verzeihen können. Wichtig ist, dass ich ausdrücken kann, was mich bewegt und dass der Partner/ die Partnerin meine Sichtweise akzeptiert. Dabei sollte es nicht um richtig oder falsch gehen, sondern darum, anzuerkennen, dass es verschiedene Meinungen und Betrachtungsweisen gibt und dass das Gegenüber mich nicht weniger liebt, nur weil ich eine andere Meinung oder andere Bedürfnisse habe. Wichtig ist auch zu akzeptieren, dass es Phasen gibt, wo man sich einander näher fühlt, und Zeiten, wo dies weniger der Fall ist.
Liebe ist ein partnerschaftliches Geben und Nehmen, eine Balance zwischen Hingabe und Autonomie, zwischen Nähe und Distanz. Liebe ist nicht nur ein starkes Gefühl, es ist auch eine Entscheidung. In einer Liebesbeziehung sollen deshalb sowohl Gefühle als auch der Verstand zum Tragen kommen. Doch diese Balance immer wieder für sich und miteinander zu suchen und zu finden, bedeutet Arbeit, bedeutet Disziplin. Denn diese Ausgewogenheit ist keine Konstante, die sich einmal eingestellt hat und sich nicht mehr verändert, sondern es ist ein fragiles Kontinuum, das sich immer wieder neu einpendeln muss.
Jede/r kann mit Verstand und Willen daran arbeiten, die Gefühle der Liebe zu erhalten, immer wieder zu finden und zu nähren. Die Liebe ihrerseits hilft dabei, dass ich mich bemühe, der Liebe mit meinem Verstand Sorge zu tragen..

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.oekberatung.ch

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