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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
• www.vinzenz-apotheke.ch

Auge (Folge 10)
Wir beenden unsere Serie über die Augen mit einer Art Zusammenfassung. Nämlich:
• Wann soll ich umgehend zum Augenarzt oder auch in den Notfall gehen?
Das ist nicht so einfach zu beantworten. Grundsätzlich sind alle akut auftretenden Veränderungen im Augenbereich eine Abklärung wert.
Alarmsymptome: (von der Website www.augenärzte-aarau.ch)
- Unfälle:
• Verletzungen der Augen durch einen Schlag (Trauma): gleichentags zum Arzt
• Verätzungen oder Verbrennung: sofort unter fliessendem Wasser mindestens ¼ Stunde spülen (dient auch der Kühlung und der Entfernung bzw. der Verdünnung der Substanzen) und dann unverzüglich zum Augenarzt
• Fremdkörper (nicht lange selbst hantieren)
• Lidverletzungen bluten stark; abdecken und abklären
- Akuter Sehverlust:
• Es können verschiedene auch nicht augenbedingte Ursachen dafür verantwortlich sein wie ein Gefässverschluss. Dabei handelt es sich um einen Notfall, der unverzüglich abgeklärt werden muss.
- Sehverschlechterungen: je plötzlicher, desto gefährlicher
• können Begleitsymptome von Problemen wie Durchblutungsstörungen im Gehirn, Migräne, Hirnschlag oder Tumore sein, sie sind ebenfalls je nach Symptomatik zügig abzuklären
- Sehstörungen:
• Wahrnehmen von Schleiern, Blitzen, Farbkreisen, «Rauchschwaden» oder schwarzen Mücken lassen eine Netzhautablösung befürchten
- Notfall!
• Balken-Wahrnehmung könnte eine Blutung sein – Notfall -
• Gesichtsfeldausfall (in einem Bereich des Sehens ist es «schwarz») das kann ein Hinweis auf eine Problematik des Sehnervs oder der Netzhaut sein – Notfall -
- Plötzlich erhöhter Augeninnendruck:
• Er äussert sich mit starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Beeinträchtigung des Sehvermögens – Notfall -
- Rötungen:
• Gerötete Augen kommen häufig vor, sie sind meist kein Notfall, in der Regel genügen befeuchtende Augentropfen (Gründe: generell zu trocken z.B. wegen langer Bildschirmarbeit, es wird zu wenig geblinzelt)
• akute Augenrötungen mit Eiterfluss und Blend-Empfindlichkeit lassen eine Hornhauttrübung als Folge vermuten, besser abklären
- Entzündungen der Augen
• Konjunktivitis entweder bakteriell oder allergiebedingt ist häufig und kann mithilfe von Augentropfen gut therapiert werden
• Bindehaut Blutung oder im Fachjargon Hyposphagma genannt, ist ebenfalls harmlos, auch wenn es gefährlich aussieht; sie ist schmerzlos und verschwindet von allein
• Kontaktlinsenträger: Sie dürfen während einer «Rötung» die Linsen nicht einsetzen, es besteht die Gefahr einer Hornhaut-Entzündung, die zu Sehschäden führen kann!
- Akute Ereignisse bei Säuglingen
• mit Eiterfluss und oder tränenden Augen gehören beim Augenarzt abgeklärt.
- Neu auftretende Doppelbilder oder Schielen
• sollten zügig abgeklärt werden
- Augenschmerzen:
• Siehe Augeninnendruck!
Also was tun?
Kontaktieren Sie zuerst Ihren persönlichen Augenarzt.
Bei dessen Abwesenheit erreichen Sie den Notfall-Augenarzt via Notrufnummer 0900 401 501.
Bleiben Sie gesund
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Auge (Folge 9)
Degenerative Augenerkrankungen: Makuladegeneration oder Makulopathie
Es handelt sich um eine Gruppe von Erkrankungen, die den Punkt des schärfsten Sehens betreffen. Dabei erfahren unterschiedliche Zellen einen allmählichen Funktionsverlust. Das traurige Ergebnis ist eine Sehbehinderung hin bis zur Erblindung. Neben der weitaus häufigsten Form «der altersbedingten Makuladegeneration (AMD)» gibt es auch andere, erworbene oder erblich bedingte Makulaerkrankungen. Es werden die unterstützenden Strukturen der Nervengewebe der Netzhaut geschädigt. Einer Theorie zufolge führt eine starke Ansammlung von Stoffwechselprodukten in den Pigmentepithelzellen zum Absterben derselben. Eine andere besagt, dass die Alterung der Aderhaut zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff zum Absterben der Pigmentzellen führt. Die «kaputten» Zellen führen zu Lücken und einwachsenden Blutgefässen.
Symptome: (gemäss Wikipedia)
• Abnahme der Sehschärfe und damit der Lesefähigkeit
• Abnahme des Kontrastsehens
• Abnahme des Farbensehens
• Abnahme der Anpassungsfähigkeit an veränderte Lichtverhältnisse, damit wird die Blendungsempfindlichkeit erhöht
• Zentrale Gesichtsfeldausfälle
Die Betroffenen erkennen einen Gegenstand nicht mehr deutlich. So sehen sie z.B. eine Uhr, erkennen aber die Uhrzeit nicht. Oder sie sehen ihr Gegenüber, aber nicht mehr genau die Gesichtszüge. Der fixierte Punkt wird nicht mehr gesehen, das äussere Gesichtsfeld hingegen schon. Damit bleibt die Orientierungsfähigkeit erhalten. Auch die Dunkelsicht ist gut, die «Stäbchen» für das «Schwarz-Weiss-Sehen» sind ausserhalb der zentralen Netzhaut und sie sind weiterhin funktionstüchtig.
Formen:
• Es werden zwei grosse Formenbereiche unterschieden: die feuchte und die trockene Makuladegeneration (80% der Fälle)
Verbreitung:
• Wir werden immer älter, und die Funktion unserer Sinnesorgane
damit logischerweise schlechter. In Deutschland sind ca. 2 Mio. Menschen davon betroffen, grob 2.5%, in der Schweiz wird es ähnlich sein.
Behandlung (je nach Form):
- die feuchte Makuladegeneration ist gefürchteter, da sie schneller vorangeht. Sie heisst deshalb feucht, weil es zu Flüssigkeitsansammlungen oder Blutungen in der Netzhaut kommt. Sie wird je nach Situation mit Laserbehandlungen, photodynamischer Therapie und VEGF-Hemmstoffen therapiert. Diese Wirkstoffe werden in den Glaskörper des Auges injiziert.
- die trockene Makuladegeneration kennt keine kausale Therapie oder Heilungsmöglichkeit. Man versucht die Verschlechterung mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen, Mineralstoffen besonders mit hochdosiertem Lutein (10 mg) zu stoppen oder zu verlangsamen. Studien bestätigen einen positiven Effekt.
- Sehhilfen sind wichtig. Spezialisten wie Sehbehinderten-Ambulanzen, Blindenstudien-Anstalten, spezialisierte Arztpraxen oder Optiker können gute Hilfestellungen geben.
Nachsorge:
• Je nach Form sind die Empfehlungen des behandelnden Augenarztes unbedingt einzuhalten, insbesondere die regelmässigen Kontrollen. Die Häufigkeit wird durch das Fortschreiten der Erkrankung bedingt.
• Die oben angesprochenen Sehhilfen gehören unbedingt dazu. Hilfen bieten auch Ergotherapeuten, Fachpersonen für lebenspraktische Fertigkeiten, für Orientierung und Mobilität oder Low-Vision-Fachkräfte.
Vorbeugung:
• Meiden von Nikotin und Alkohol (sie sind Gift für die Augen) oder natürlich langandauerndem Stress. Kaltweisse LED-Leuchtmittel zeigen bei Ratten eine Phototoxizität. UV-Licht ist ebenso schädlich. Bei grellem Sonnenlicht schützen gute Sonnenbrillen die Augen.
• Die Ernährung mit einem hohen Anteil von Antioxydanzien hilft. Das Lutein wurde bereits angesprochen. Ein weiterer Ansatz ist die Senkung des Homocystein-Spiegels durch die Einnahme der Vitamine B6, B12 und Folsäure. Einen Vorteil der Einnahme hochdosierter Präparate zeigen Studien, die bei Frauen mit Herz-Kreislauferkrankungen durchgeführt wurden.
Es gibt weitere Forschungsansätze mit embryonalen Stammzellen. Wir werden sehen.
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Ihr Team der Vinzenz Apotheke

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Auge (Folge 8) – Degenerative Augenerkrankungen: Katarakt oder grauer Star
Trübungen der Augen-Linse werden als grauer Star bezeichnet. Das Wort kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet «Wasserfall». Man glaubte, die graue Farbe (=grauer Star) komme daher, dass sich eine geronnene Flüssigkeit hinter der Pupille nach unten ergossen habe, eben wie ein Wasserfall. Gemäss Wikipedia nahmen die Menschen in der Antike an (im Sinne der hippokratisch-galenischen Humoralpathologie), dass Substanzen hinter der Pupille herabfliessen und den Sehvorgang stören. Ursächlich für den Katarakt war eine Abkühlung und Verfestigung des vom Gehirn statt in den Nasen-Rachen-Raum ins Auge herabgetropften Schleimes. Es gibt Berichte, dass bereits in vorchristlicher Zeit das Problem operativ angegangen wurde. Der Ausdruck Star lässt sich mit dem starren Blick eines vollständig Erblindeten erklären.
Symptome: Es wird irgendwann ein langsamer, schmerzloser Verlust der Sehschärfe mit Verschwommensehen und zunehmender Blendungsempfindlichkeit wahrgenommen. Reduziertes Sehvermögen, Störungen des Farbsehens, Sehen eines Lichtschleiers und Doppeltsehen werden auch von Betroffenen beschrieben. Die Erkrankung verläuft normalerweise langsam über Jahre hinweg, eine fortgeschrittene Erkrankung ist von Auge erkennbar.
Verbreitung: es handelt sich definitiv um eine Alterserkrankung, 90 Prozent der Fälle hängen mit dem Lebensalter der Betroffenen zusammen. Selten sind angeborene Formen. Bei ungefähr 1 bis 6 von 10 '000 Menschen wird eine Linsentrübung bereits kurz nach der Geburt festgestellt. Dabei liegen bei mehr als 60 Prozent eine Stoffwechsel- oder Systemerkrankung zugrunde. (Eine «Galaktosämie», das Neugeborene kann die mit der Muttermilch eingenommene Galaktose nicht in Glucose umwandeln und sie lagert sich u.a. in der Linse ab. Eine Diät kann da Abhilfe schaffen.) Auch eine Rötelnerkrankung der Mutter in der Schwangerschaft kommt als Verursacherin in Frage (Röteln-Embryopathie). Ein weiterer seltener Fall betrifft den Katarakt der Hochofenarbeiter oder Glasbläser (durch Infrarot-Strahlung, kurz arbeiten mit sehr heissen Materialien in dieser Berufsgruppe ist die Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt). Auf molekularer Ebene sind die Kristallin-Proteine in ihrer Anordnung gestört und lassen das Licht nicht mehr «richtig» durch.
Behandlung: Nur mit Medikamenten lässt sich keine Verbesserung erzielen. Eine bessere Beleuchtung, eine korrigierte Brille oder ein Vergrösserungsglas helfen im Alltag. Wenn die Sehstörungen zu einschränkend werden, ist eine Operation angesagt. Die Patienten werden am Vortag und auch während der Operation mit Augentropfen behandelt; eine Sorte (NSAR-Augentropfen) hilft gegen Schmerzen und Entzündungen (die Dauer variiert je nach Situation und wird selten länger als 14 Tage angewendet). Die andere Sorte (Antibiotika-Augentropfen) beugen Infektionen, besonders gefürchtet im Inneren des Auges, vor. Die Operation erfolgt immer unter Narkose, entweder unter Vollnarkose oder meist unter örtlicher Betäubung. Es wird die natürliche Linse entfernt und ein Implantat eingesetzt. Der Patient muss sich vorgängig entscheiden, ob er lieber mit einer Fern- oder Lese-Brille leben will, das Implantat kann die natürliche Nah- und Fern-Einstellung nicht machen. Wenn beide Augen operiert werden müssen, gibt es zwischen den Eingriffen einen Abstand von einigen Tagen bis Wochen.
Nachsorge: Die vereinbarten Nachsorgetermine sind unbedingt einzuhalten. Bei Sehminderung, Lichtblitzen, starken Rötungen oder anhaltenden Schmerzen ist ein sofortiger Augenarztbesuch erforderlich. Das sind Zeichen für einen Notfall. Für einige Zeit ist jeglicher Druck auf das Auge zu vermeiden. Ebenfalls wird während mindestens acht Wochen von Schwimmbadbesuchen, Saunagängen und vor allem schwerem Heben abgeraten. Nach dieser Zeit macht auch eine Brillenanpassung Sinn, dann ist meistens der Heilungsprozess abgeschlossen. Aufs Schminken, sollte während dieser Phase ebenfalls eher verzichtet werden.
Vorbeugung: Eher schwierig. Die Faktoren, die zu einem grauen Star führen, sind mannigfaltig. Natürlich sind auch hier das Rauchen und ein zu hoher Alkoholkonsum als Schadensfaktor bekannt. Des Weiteren gehören Diabetes, eine starke Kurzsichtigkeit und eine übermässige Sonneneinstrahlung dazu. Über die Ernährung lassen sich vermutlich mit Radikalfängern wie Vitamin C, weiteren dem Auge guttuenden Stoffen wie Lutein oder Zeaxanthin positive Ergebnisse wie eine mögliche Verlangsamung der Erkrankung erreichen. Die wissenschaftliche Datenlage ist dazu noch ungenügend. Es gibt eine Auswahl an Nahrungsergänzungsmittel in diese Richtung
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