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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Heilsame Berührungen
Die meisten Menschen mögen es eigentlich ganz gerne, wenn sie respekt- und liebevoll berührt, umarmt werden, mögen das Kuscheln und das Anlehnen an einen anderen Menschen.
Kinder suchen und brauchen die körperliche Nähe zu den Eltern und Geschwistern, da finden sie Geborgenheit, Sicherheit, Beruhigung, Trost und Entspannung. Diesen Effekt hätten körperliche Berührungen auch noch bei Erwachsenen, jedoch wird es in der Pubertät «uncool», weiterhin den Körperkontakt zu den Eltern zu suchen. Ab diesem Zeitpunkt werden Berührungen mit anderen Menschen eher in einen sexualisierten Zusammenhang gestellt: Was will der oder die von mir, wenn er/sie mich berührt? Ist er schwul, sie lesbisch, wenn er/sie mich umarmt? Im Erwachsenenalter bleiben dann noch kurze Umarmungen innerhalb der Familie oder im Freundeskreis möglich; längere oder andere Formen der Berührungen werden in eine Partnerschaft verbannt oder stehen im klar definierten Rahmen einer beruflichen Tätigkeit (Physiotherapie, Masseurin, Coiffeur, Spitex, Pflege, Sexarbeiter:innen etc.). So bezahlen Erwachsene das Bedürfnis nach körperlichem Kontakt, nach Geborgenheit, Trost, Sicherheit und Nähe häufig mit dem Preis der Sexualität. Sicher ist Sex die intensivste und intimste Form von körperlicher Nähe, jedoch darf die Frage erlaubt sein, ob es nicht auch mehr andere menschliche Berührungen geben sollte oder könnte, ohne dass wir dabei an Grenzüberschreitungen und an Sex denken müssen.
Studien zeigen nämlich, dass Berührungen nicht nur emotional, sondern auch körperlich heilsam sind: Bereits nach kurzer Zeit einer liebevollen Berührung oder Umarmung schüttet der Körper Glückshormone aus. So wird zum Beispiel Angst reduziert, Menschen können sich besser beruhigen und entspannen, Stress wird abgebaut, sogar Wunden können schneller heilen und man erholt sich nach einer Operation im Spital besser. Und Menschen, die in funktionierenden Beziehungen leben, sind allgemein gesünder und leben länger.
Auf der anderen Seite steht die körperliche Integrität, die gewahrt werden muss: Nicht umsonst sind tätliche Angriffe und Übergriffe, auch in der Ehe, strafbare Handlungen. Spätestens die «Me-too-Bewegung» hat die Diskussion neu entflammt, wo sexuelle Übergriffe beginnen, und das Bewusstsein geschärft, wie problematisch und schädigend unerwünschte und grenzüberschreitende Berührungen sind. Jemanden zu berühren oder berührt zu werden, ist also eine sehr heikle Sache. Jede/r hat dabei seine/ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen, die es zu respektieren gilt.
Den Ausweg aus diesem Dilemma sehe ich darin, dass wir uns dort, wo es unser Rahmen erlaubt, wieder mehr und bewusster berühren; sei es eine Umarmung zur Begrüssung und zum Abschied, eine kurze Berührung am Arm oder an der Schulter während eines Gespräches, sich beim Spaziergang an den Händen zu halten oder sich unterzuhaken – ganz ohne Hintergedanken, sondern um zu zeigen: Ich mag dich, ich verstehe dich, ich bin für dich da. Es kann so viel sagen, wo Worte manchmal fehlen, und kann so viel Gutes bewirken.
Die Massnahmen im Umgang mit der Corona-Pandemie haben uns das Bewusstsein für Nähe und Distanz sowieso schon nahegelegt. Vermutlich wurde uns dabei auch bewusster, welchen Stellenwert wir selbst den Berührungen geben. Nutzen wir doch dieses Bewusstsein dafür, das Geschenk des Berührens und Gehaltenwerdens zu schätzen und dort wieder vermehrt zur Anwendung zu bringen, wo wir es geniessen können.

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Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
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«SingleNotSorry»
In der Schweiz leben aktuell 36% der Bevölkerung in einem Ein-Personen-Haushalt, in den USA sind bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung Singles. Zeit also, sich Gedanken zu machen zu diesem Zivilstand.
Die meisten Menschen gehen davon aus, dass im Erwachsenenalter das Leben in einer Partnerschaft oder in der Ehe die einzige glückliche Lebensform sei. Fast alle Hollywood-Filme zeigen uns, wie wir, nach mehr oder weniger grossen Turbulenzen, einander gefunden haben und nun endlich glücklich sind, bis dass der Tod uns scheidet. Die Realität sieht anders aus: Fast die Hälfte der Ehen werden geschieden, viele jungen Menschen leben ohne feste Partnerschaft. Oft werden sie bemitleidet, dass sie «Mr. oder Mrs. Right» noch nicht gefunden haben. Viele geschiedene, getrennte oder alleinlebende Menschen tragen das Bild in sich, nicht ganz komplett oder in Ordnung zu sein. Paare bleiben lieber in einer nicht funktionierenden Beziehung, als allein zu sein.
In diesem Artikel soll es darum gehen, wie Sie das Single-Dasein nutzen können, um zu wachsen und sich Gutes zu tun, unabhängig davon, ob sie freiwillig oder unfreiwillig Single sind. Die amerikanische Psychologin Bella De Paulo hat in ihrer Forschung zum Thema Single-Dasein Folgendes festgestellt: Menschen, die allein leben, verfügen über Stabilität und Stärke, haben eine besser entwickelte Persönlichkeitsstruktur und mehr Selbstbewusstsein. Sie haben gelernt, Entscheidungen selbst zu treffen und sind dadurch eigenständiger geworden. Sie gestalten ihr Leben, d.h. sie investieren mehr in die Erfüllung im Beruf, pflegen gute Freundschaften und engagieren sich für ihre Familie. Sie suchen sich Hobbys, die ihr Leben bereichern, und sind kreativ.
So gesehen kann das Single-Leben uns also einiges lehren, auch wenn es auf den ersten Blick nicht sehr verheissungsvoll und erstrebenswert erscheint. Für die meisten Menschen ist die Zeit nach einer Trennung oder dem Verlust eines Partners schwer und fast nicht auszuhalten. Es braucht Geduld, sich an das neue Leben zu gewöhnen. Einsamkeitsgefühle tauchen auf und manchmal auch Panik, dass dieser Zustand nun für immer so bleiben wird. Und so versucht man dem Alleinsein aus dem Weg zu gehen, verplant jede Minute, um ja nicht in diese Gefühlslage zu geraten. Sie empfinden sich als Aussenseiter, fühlen sich selbst als nicht liebenswert und verurteilen sich für ihre Lebenssituation. Viele Menschen kommen in eine Opferhaltung und bemitleiden sich selbst. Gibt es einen Ausweg aus dem Gefühl der Einsamkeit? «Einsamkeit ist eine Gefängniszelle, die sich nur von innen öffnen lässt», lautet ein Sprichwort. Vielleicht hilft die Feststellung, dass Sie mit der Einsamkeit nicht alleine sind! Vielen Menschen geht es jetzt gerade so wie Ihnen. Es ist nichts falsch mit Ihnen und Sie haben nichts falsch gemacht. Auch in einer Beziehung oder in Gesellschaft kann man sich unendlich einsam und unverstanden fühlen. Wenn Sie lernen, diese schwierigen Gefühle auszuhalten, kann Sie fast nichts mehr umhauen. Selbstverständlich können Sie aktiv werden und lernen, Dinge allein zu machen: spazierenzugehen, ins Kino oder ins Museum zu gehen, für sich selber gesund und schmackhaft zu kochen, zu lesen, zu schreiben, kreativ zu werden. Entrümpeln Sie das Haus oder die Wohnung. Räumen Sie auf und weg, richten Sie sich schön ein, so dass es Ihnen richtig wohl ist in Ihrem Zuhause. Suchen Sie neue Begegnungen, kleine Kontakte: «Mikro-Begegnungen» bekommen einen ganz anderen Stellenwert: ein Schwatz im Treppenhaus, ein freundlicher Blick auf der Strasse. Sie können sich ins Quartier-Café setzen und einfach freundlich die anderen Gäste begrüssen. Auch oberflächliche Kontakte können guttun, wenn man sich rechtzeitig wieder verabschieden kann. Sie dürfen nun ganz nach Ihren Bedürfnissen leben. Mit dem Alleinleben merkt man, dass nicht mehr nur ein Mensch alle Bedürfnisse abdeckt, sondern verschiedene: mit einer Person lässt sich gut wandern, mit einer anderen Person tiefe Gespräche führen. Hilfreich kann auch eine neue Betätigung sein, sei das eine ehrenamtliche Tätigkeit oder ein neues Hobby. Es gibt heute so viele Angebote für alle Altersgruppen. Es braucht Mut, etwas Neues auszuprobieren und erst noch alleine. Doch wer etwas versucht, kann verlieren, wer nichts versucht, hat schon verloren! Wenn Sie allerdings noch nicht an diesem Punkt sind, machen Sie es sich zu Hause gemütlich, lernen Sie alleine zu sein. Wer richtig gut alleine sein kann, schafft es auch besser in der Zweisamkeit. Vielleich gefällt Ihnen aber das Single-Dasein immer besser und Sie können von sich sagen: «SingleNotSorry!»

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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
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Konflikte im Grossen und im Kleinen
Die Welt ist entsetzt über den Krieg, den Russland gegen die Ukraine und deren demokratisch gewählte Regierung begonnen hat. Da werden mühsam erarbeitete Errungenschaften einer zivilisierten Welt wie das humanitäre Völkerrecht über Bord geworfen, welche in den vergangenen Jahrzehnten die Weltordnung halbwegs im Lot gehalten hatten. Stattdessen soll nun wieder das Recht des Stärkeren gelten; also zurück ins Mittelalter?!
Der zentrale Kern jeder Zivilisation sind Gesetze und Verträge, welche das Zusammenleben zwischen Völkern, aber auch innerhalb einer Gesellschaft regeln. Grundlage dafür bilden die Werte, die ein Land vertritt: in den demokratischen Staaten sind dies insbesondere die Menschenrechte, die freie Meinungsäusserung, die Pressefreiheit, freie Wahlen, die Gleichstellung, die Integrität der Persönlichkeit, die unantastbare Würde eines Menschen. Stellen Sie sich vor, jede/r könnte auch in unserem Land tun und lassen, was er/sie will, nur weil er/sie stärker ist und wir würden dies tolerieren. So könnte z. B. ein kleiner Junge seinen Schulkameraden verhauen, der Kleine wäre ja selber schuld, weil er sich nicht wehren kann. Ihr Nachbar würde Sie terrorisieren, einfach weil er rücksichtslos ist, ein Chef beutet seine Angestellten aus, weil sie finanziell von ihm abhängig sind, oder ein Ehemann misshandelt seine Frau, weil er das Geld verdient und kräftiger ist. Und überall gilt: der/die Stärkere gewinnt.
Dies sind tatsächlich auch bei uns alltägliche menschliche Konflikte, doch wir tragen sie nicht mit Fäusten oder Waffen aus, wir respektieren Gesetze und das Eigentum anderer, haben Respekt vor dem Gegenüber, haben Mitgefühl und tragen Konflikte im Dialog aus und suchen nach Kompromissen! Schlimmstenfalls gehen wir vor Gericht, doch wird dann dessen Urteil auch akzeptiert.
Schon kleine Kinder haben einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Wir erleben jedoch alle im Alltag auch, dass bei Konflikten die Emotionen eine wichtige Rolle spielen und dass wir lernen müssen, diese unter Kontrolle zu halten. Wir lernen im Heranwachsen, dass es Regeln und Grenzen gibt, die wir nicht überschreiten dürfen. Konflikte sollen verbal, sachlich und fair ausdiskutiert werden, Abmachungen werden eingehalten und wir akzeptieren allenfalls Gerichts- oder Mehrheitsentscheide. Doch wir alle wissen auch, dass faires Streiten nicht so einfach ist: Allzu leicht vergreifen wir uns im Ton und in der Wortwahl, werden laut und verletzend und die Gefühle gehen gerne mit uns durch. Um fair zu streiten, braucht es einerseits ein gesundes Selbstbewusstsein, um unsere Anliegen vorzubringen. Es braucht jedoch andererseits ein Gegenüber, das nicht machtbesessen, rachesüchtig, narzisstisch oder sadistisch ist, sondern andere Meinungen respektiert und zu Kompromissen fähig und bereit ist. Ansonsten droht auch hier Machtmissbrauch, Unterdrückung, krankmachendes Schweigen, Resignation oder die Trennung von Beziehungen.
Auf unserer Beratungsstelle beraten wir viele Paare, die Mühe haben im Umgang mit Konflikten, bei denen die Konflikte entweder eskalieren oder wo es zur Entfremdung kommt, weil man zu schweigen und zu resignieren begonnen hat. Unsere langjährige Erfahrung zeigt, wie Seelen leiden und zerbrechen, wenn einem Menschen physische oder psychische Gewalt angetan wird und eine echte Konfliktlösung nicht gelingt. Wir üben und praktizieren dies tagtäglich, denn es ist unsere tiefe Überzeugung, dass es friedensstiftend und gesundheitsfördernd ist, zu lernen, offen und fair miteinander umzugehen, Konflikte sachlich auszutragen, gemeinsam Lösungen zu suchen und Kompromisse zu finden. Denn nur so kann Frieden gelingen, sei es in der Welt oder in der Familie. Und so tut es allem Schmerz und aller Ohnmacht zum Trotz doch gut zu sehen, dass die Welt diese Werte der Menschlichkeit so eindrücklich verteidigt, denn jede/r kann auch Gutes tun, im Kleinen wie im Grossen.

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Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin
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Langeweile in der Partnerschaft
Viele Paare, die in langjährigen Beziehungen leben, klagen über Langeweile. Das Zusammenleben fühlt sich nicht mehr so prickelnd an wie zu Beginn der Partnerschaft. Routine und Alltag haben sich breitgemacht. Die Kinder sind vielleicht schon ausgezogen oder leben ihr eigenes Leben. Die Wochenenden wiederholen sich mit den immer gleichen Abläufen: Am Samstag wird geputzt und eingekauft, am Sonntag ausgeschlafen und am Abend steht der Tatort auf dem Programm. Es soll Paare geben, die den wöchentlichen Sex auf die Zeit nach dem Tatort festgelegt haben. Unter der Woche, nach dem gemeinsamen Nachtessen, sitzen die Frauen vor den Netflix-Serien und die Männer verschwinden hinter dem Computer. Diese Gewohnheiten verleihen einerseits Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit, andererseits können sie sich aber auch hohl und leer anfühlen. Meist leidet ein Partner mehr darunter und beginnt dem anderen Vorwürfe zu machen. Sehr oft sind es die Frauen, die irgendwann genug haben die Freizeit zu organisieren und sich von ihrem Mann wünschen, er sollte mehr Initiative und Abwechslung in die Beziehung bringen. Aber die verlorene Kommunikation und die Sprachlosigkeit auch auf emotionaler Ebene kommt von beiden Seiten. Bei manchen Paaren kommt an diesem Punkt die Frage auf, ob die Beziehung überhaupt noch Sinn macht oder ob es an der Zeit ist, sich zu trennen.
Hier empfiehlt sich ein Blick darauf zu werfen, was genau langweilt. Ist es die mangelnde Kommunikation, das fehlende Interesse am Gegenüber? Der Lifestyle? Die Sexualität? Miteinander in eine Verbindung zu kommen, heisst in erster Linie wieder miteinander zu sprechen und die Gefühle ehrlich zum Ausdruck zu bringen. Wie kommen wir aus dem Alltagstrott wieder in eine erfüllte Beziehung? Fehlende emotionale Verbindung ist immerhin einer der häufigste Trennungsgründe. Es lohnt sich also den Faden wieder aufzunehmen und etwas zu unternehmen. Das heisst aber auch die Komfortzone zu verlassen und etwas Neues zu versuchen. Die Abwechslung zwischen Altbewährtem und Neuem zu wagen und sich auf die Suche nach einem gemeinsamen Projekt zu machen; sei dies ein neues Kochrezept auszuprobieren oder eine Reise zu planen. Hilfreich kann hier auch ein «vision board» sein, ein Brett oder eine Wand, wo Fotos, Artikel und Hinweise gepinnt werden, die interessant sind: eine Ausstellung in Bern, eine Wanderung im Jura oder auch ein Foto von einem gemeinsamen Moment, der kostbar war. Ein gemeinsames Projekt sieht in jüngeren Jahren anders aus als in älteren Jahren. Gerade mit zunehmendem Alter, wenn die Kinder vielleicht schon ausgezogen sind, gehen vielen Menschen die Ideen aus. Eine gemeinsame neue Erfahrung fordert heraus und kann eine grosse Bereicherung werden. Einen Flüchtling zu bekochen oder im leergewordenen Haus aufzunehmen, bringt sie bestimmt aus der Komfortzone. Es gibt heute auch unzählige Möglichkeiten Kurse zu belegen und etwas Neues zu lernen. So kann z.B. eine Sprache gelernt werden, für eine nächste Reise, oder ein Meditationskurs belegt werden. Das Engagement in einem Verein wird sicher mit sozialen Kontakten belohnt. Etwas zusammen zu erleben stärkt die Verbundenheit und auch das Interesse aneinander.
Nebst den gemeinsamen Aktivitäten ist aber auch wichtig dem Gegenüber Autonomie zu gewähren, sich Zeit für sich alleine zu nehmen, vielleicht sogar einmal ohne den Partner /die Partnerin in den Urlaub zu fahren. Das bringt neuen Gesprächsstoff und neue Erfahrungen, die interessant und belebend sein können. So entsteht eine Balance zwischen eigenen und gemeinsamen Erlebnissen, zwischen Bewährtem und Neuem, zwischen Sicherheit und Abenteuer.
Bevor Ihnen also die Füsse und die Liebe einschlafen, stehen Sie auf und werden Sie aktiv, Sie werden es nicht bereuen.

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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
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Hoffnungen und Befürchtungen
Der Mensch besitzt die Fähigkeit, über sich selber, sein Schicksal und das Leben im Allgemeinen nachzudenken, Vorsätze zu fassen und Pläne zu schmieden. Wir tun dies besonders zum Jahreswechsel und blicken einerseits zurück auf das vergangene Jahr und drauf, was es uns gebracht hat. Wir ziehen Bilanz, wieweit wir unsere Ziele erreicht haben, was Unvorhergesehenes eingetreten ist, was gut und was belastend war. Andererseits machen wir uns verstärkt Gedanken über die Zukunft und stellen uns die Frage, was uns wohl im neuen Jahr erwarten mag. Dabei hegen wir sowohl Hoffnungen als auch Befürchtungen, was uns die Zukunft bringen möge.
Der Wunsch, einen Blick in die Zukunft werfen zu können, existiert wohl seit der Entwicklung zum homo sapiens, zum denkenden und wissenden Menschen und seit der Erkenntnis, dass wir nicht alles wissen können. «Ich weiss, dass ich nichts weiss», sagte schon Sokrates rund 400 Jahre v. Christus. Trotz oder gerade wegen dieser Erkenntnis suchen einige Menschen Antworten bei Horoskopen, Wahrsagern und Wahrsagerinnen, Propheten und Prophezeiungen, Tarot-Karten, Traumdeutungen, im Glauben an Omen, bei wissens- und heilsverkündenden Gemeinschaften und vielem mehr, um vermeintlich einen Blick auf die Zukunft erhalten zu können. Gerade in Zeiten von grossen Unsicherheiten und Krisen hatten/haben solche Angebote einen gros­sen Zulauf und viele verdienen mit der Angst der Menschen vor der Zukunft viel Geld.
Das Orakel von Delphi soll einst, gemäss griechischer Mythologie, auf die Frage nach der Zukunft verkündet haben: «Erkenne dich selbst» und hat seither viele Philosophen und Philosophinnen inspiriert und beschäftigt. Diese Selbsterkenntnis mag uns ja bewusst machen, dass wir viele Dinge im Leben durch Planung, Anstrengung, durch unsere Fähigkeiten und Tugenden erreichen können und dass es gut sei, sich Ziele zu setzen und darauf hinzuarbeiten. Wir erkennen aber dabei zugleich unsere Grenzen, weil uns vieles nicht gelingt und weil das Leben uns immer wieder auch mit Herausforderungen und Schicksalsschlägen konfrontiert, auf die wir keinen Einfluss haben. Es geschehen Unfälle, Krankheiten, Todesfälle, Überfälle, Katastrophen, Krisen, Attentate, Kriege, Seuchen und anderes Nichtvorhersehbares, das wir nicht beeinflussen können. Und so bleibt uns letztendlich doch nur das Bewusstsein, dass wir stets mit allem rechnen müssen.
Ob wir diesen Blick in die Zukunft nun eher mit Hoffnung wagen, also mit der Vorstellung eines positiven Ausgangs, oder eher mit Befürchtungen, dass es nicht so gut ausgeht, liegt allerdings bei uns selber: Unser Charakter, unsere Prägung, unsere persönliche Geschichte liefern uns die Grundlage, welche Sichtweise wir einnehmen können. Wenn ich in meiner Vergangenheit gelernt habe, dass ich auch in schwierigen Zeiten bestehen, Unterstützung finden, mir selber Gutes tun, mich anpassen kann, dass ich auch Krisen bestehen und überstehen kann, wird wohl die Hoffnung mich tragen können. Wenn ich allerdings denke, dass ich überfordert und allem Belastenden hilflos ausgeliefert bin ohne die Aussicht auf Besserung oder einen Ausweg, dann werde ich eher von Befürchtungen geplagt sein. Dennoch habe ich als Mensch auch die Wahl, welchen Gedankengängen ich den Vorrang geben möchte. Welche Sichtweise möchte ich haben: Das Glas ist halb leer oder halb voll?
Ich wünsche Ihnen allen zum neuen Jahr, dass Sie die Kraft zur Hoffnung haben, dass auch unvorhergesehen und unverhofft Gutes geschehen kann und dass Sie Zuversicht, Unterstützung, Mitgefühl, Trost, Respekt und Toleranz erfahren und auch anderen Menschen schenken können! Denn mit diesen menschlichen, zivilisierten Eigenschaften können wir alle aktiv einen persönlichen Beitrag leisten, um schwere Zeiten zu bewältigen!

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